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Naturschutz

So werden Naturliebhaber zu Otter-Spottern

Fischotter sind scheu und rar - aber sie hinterlassen Spuren. Wer diese zu lesen weiß, hat die Chance ein Tier zu entdecken. Und das hilft auch dem Naturschutz.

veröffentlicht am 18.05.2021 um 14:03 Uhr

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Lupe, Zollstock und ein Smartphone - das ist die Grundausrüstung eines Otter-Spotters. Die Deutsche Wildtier Stiftung ermutigt Naturbegeisterte ausdrücklich zum Spurenlesen. Und mit Glück auch zum Sichten eines Tieres. Denn Fischotter sind bundesweit gefährdet und der Tierschutz ist auf die Meldungen angewiesen.

Die besten Chancen Otter zu finden, haben Spotter bei nassfeuchtem Wetter am Rand von Flüssen, Teichen, Gräben und Bächen mit hoher Wasserqualität. Sie sollten von Uferrändern mit Gras, Schilf und Gehölzen umsäumt sein. Dort bevorzugen die Tiere seichte Stellen.

Ein Fischotter in der Nähe verrät sich meistens durch seine Hinterlassenschaften am Ufer. Besonders gut ist die Substanz unter Brücken zu beobachten. Dort markieren Fischotter mit einem Analdrüsensekret ihr Revier. Der Duft dieser Ausscheidung gilt als unverwechselbar. Er wird als blumig-süßlich mit einer tranigen Note beschrieben.

Otter hinterlassen aber auch durch ihre charakteristischen Fußabdrücke Spuren. Der Tritt ist nahezu quadratisch - etwa sieben Zentimeter lang und misst an der breitesten Stelle fünfeinhalb Zentimeter. Neben einem Ballen an der «Ferse» ist ein größerer Mittelballen zu erkennen. Manchmal sind sogar Schwimmhäute zwischen den Zehen zu erahnen. Auch das Nachschleifen der Rute hinterlässt Abdrücke.

Von den Funden sollten Sucher am besten ein Handy-Foto schießen. Otter-Sichtungen können auf der Internetseite der Aktion Fischotterschutz unter www.otterspotter.de eingegeben und erfasst werden.



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