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Futter für Winterspeck

Milch und rohes Hack sind für Igel tabu

Für den Igel gilt es jetzt, reichlich Fettreserven anzufuttern, damit er davon im Winterschlaf zehren kann. Wir können das Futtern unterstützen. Welche Nahrungsmittel helfen und welche ungesund sind.

veröffentlicht am 04.11.2021 um 16:33 Uhr

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Futtern, futtern, futtern heißt es bis zum Spätherbst für die Igel. So bereiten sie sich auf den Winter vor. Die stachligen Fleischfresser sind auf der Suche nach tierischen Proteinen und futtern nachts Schnecken, Käfer, Spinnen, Insekten und Larven.

Wer ihnen die Suche erleichtern will, kann eine Schale mit Katzenfutter aufstellen, rät die Tierschutzorganisation Vier Pfoten.

Kein rohes Hackfleisch in den Napf

Rohes Hackfleisch und Schweinefleisch gehören wegen möglicher Krankheitserreger allerdings nicht in den Igelnapf, warnen die Tierschützer. «Auch Milch ist tabu. Denn Igel sind laktoseintolerant und bekommen davon ernsthafte Verdauungsbeschwerden, die sogar tödlich enden können», so die Vier Pfoten-Wildtierexpertin Eva Lindenschmidt.

Ihr Tipp für selbst gemachtes Spezialfutter: Fettreiches Katzenfutter mit etwas zerdrücktem, gekochten Ei ohne Salz vermischen. Alternativ schmecke den Igeln auch ungewürztes Rührei. Außerdem sollte ein Schälchen frisches Wasser nicht fehlen. Wichtig ist, dass die Futterschalen täglich gereinigt werden.

Nicht zu früh eingreifen

«Igel sind dämmerungs- und nachtaktiv. Sieht man ein Tier tagsüber herumwandern, ist das definitiv ein Warnsignal», so die Diplom-Biologin. Bevor man einen unverletzten Igel überstürzt einsammelt, sollte man ihn beobachten - denn jeder menschliche Kontakt bedeute für die Tiere Stress. Eva Lindenschmidt:
«Sieht man einen kleinen Igel, sollte man nicht gleich eingreifen, sondern abwarten. Wer überstürzt handelt, könnte unwissentlich und ungewollt ein Jungtier von seiner Familie trennen.»



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