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Zarte Töne vom Volks-Rock’n’Roller

HANNOVER. Fast wird die Kuppel zu einer voluminösen alpinen Almhütte. Einige Männer kommen in Krachledernen, viele Frauen haben die feschen Dirndl aus dem Schrank gekramt. Wozu das Ganze? Für fast drei Stunden Liebeslieder, gesungen in Lederhosen – und unplugged. Neue Töne bei Andreas Gabalier: Der Volks-Rock-’n’-Roller versucht sich an der sachten Tour.

veröffentlicht am 27.03.2017 um 16:24 Uhr

Nicht einfach für einen, der mit Volksmusik und Popsongs im steirischen Dialekt prall gefüllte Stadien zum Kochen bringt. Gabalier ganz locker vom Hocker? Passt schon. Im intimen Ambiente der ausverkauften hannoverschen Kuppelhalle soll es ihm gelingen. Vorne an stehen seine ruhigeren Songs: „So liab hob i di“, „Vergiss die Heimat nie“ und „Amoi seg‘ ma uns wieder“ – klassisch untermalt. Doch beim Stimmungshit „Hulapalu“ gibt es für die Fans kein Halten mehr – die Halle wird fast zu einem Oktoberfestzelt. Viele wissen es nicht. Ein Gabalier kann auch Musicals. Andächtig hängen 2500 Konzertbesucher bei „Edelweiß“ an seinen Lippen – als er mit Akkordeon auf dem Schoß und Streichern im Hintergrund das Lied aus „The sound of music“ vorträgt. Ein Meer von Feuerzeugen leuchtet im Rund, als der Musiker Roger Ciceros „In diesem Moment“ anstimmt.

Für den Sommer plant der Österreicher ganz Großes, will vor 100 000 Zuschauern auf dem Hockenheim-Ring aufspielen. Das tiefe innige Gefühl, das das Publikum in Hannover mit nach Hause nimmt, wird bei dem Gig wohl nicht aufkommen.fn



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