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Opernregisseur Claus Guth rechnet mit heftigen Reaktionen auf seine Inszneierung

„La Bohème“ im Weltall

PARIS. Die Handlung findet nicht in einer Pariser Mansarde statt, sondern im Kosmos. Und aus den verarmten Künstlern sind notgelandete Astronauten geworden. Morgen ist in Paris Uraufführung von „La Bohème“.

veröffentlicht am 30.11.2017 um 15:29 Uhr

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Opernregisseur Claus Guth rechnet in Paris mit heftigen Reaktionen auf seine Weltall-Inszenierung von „La Bohème“. „Es wird Proteste und Widerstand geben“, sagte Guth der Deutschen Presse-Agentur in Paris. Seine Inszenierung, die am heutigen Freitag ihre Uraufführung hat, dürfte jedes Publikum spalten, nicht nur das der französischen Hauptstadt.

Guth, Jahrgang 1964, wagt eine radikale Neuinszenierung. Die Handlung findet nicht in einer Pariser Mansarde statt, sondern im Kosmos. Und aus den verarmten Künstlern sind notgelandete Astronauten geworden, die ums Überleben kämpfen. Er liebe die Musik der von Giacomo Puccini Ende des 19. Jahrhunderts komponierten Oper, hasse aber die damit verbundenen Klischees über Künstler, erklärte er in dem Gespräch.

„La Bohème“ gehört zu den meist aufgeführten Opern weltweit. „Wahrscheinlich ist sie das einzige unberührte Werk der Operngeschichte“, erzählte der gebürtige Frankfurter. Eigentlich sei immer nur das Bühnenbild anders illustriert worden, eine neue Erzählweise hätte es aber noch nie gegeben, wie Guth meinte.

Auf die Idee des Weltalls hat ihn die Musik gebracht. Sie sei so schwerelos und unendlich weit, erklärte Guth. Mit seiner Neuinszenierung, die in der Pariser Bastille ihre Weltpremiere feiert, wolle er den Zuschauern die Möglichkeit geben, die Musik mit neuen Bildern zu erleben.



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