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Erst ruhig, dann Rock ’n’ Roll

Kesington Road und Gäste in der Sumpfe

HAMELN. „Kensington Road“ heißt die Band, die am Mittwochabend in die Sumpfblume geladen hat. Um 20 Uhr steht jedoch ein Mann auf der Bühne, der Frontmann Stefan Tomek so gar nicht ähnlich sieht. Es ist der Hamelner Marcel Kriwitzky, der mit seinem Projekt Behind My Eyes einen ruhigen Start in den Abend einläutet, etwa 15 Leute sind kurz nach Beginn der Veranstaltung im Saal.

veröffentlicht am 16.03.2017 um 20:17 Uhr

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Der Hamelner wohnt etwa 500 Meter von der Sumpfblume entfernt und adressiert mit seinem Lied „Home“ nicht nur sein Zuhause im Weserbergland, sondern auch die Personen, die es zu diesem machen: „Wenn ihr jemanden habt, den ihr sehr schätzt, dann ist das euer Zuhause, egal wo ihr seid.“ Spätestens hier schmelzen die Herzen des bisher noch überwiegend weiblichen Publikums. Kriwitzky spielt auf seiner Gitarre akustische Stücke, beschreibt sich selbst als „den Ruhigen, bevor das Laute kommt“.

Und das lässt nicht lange auf sich warten. Gefolgt von viel Applauss, verlässt Behind My Eyes schließlich die Bühne und macht Platz für die nächsten Künstler. Die Jungs von Juno 17 erinnern an eine Mischung aus Wolfsheim und Revolverheld, Frontmann Philip Hofmann singt auf Deutsch – und in voller Lautstärke. Der Bass vibriert in der Brust und das anfängliche Wippen mit Kopf und Fuß zu den Liedern von Marcel Kriwitzky geht bei Juno 17 in ausgelassenes Tanzen über.

Die Band spielt einige Songs, darunter ihre derzeitige Single „In die Nacht“. Bevor schließlich „Kensington Road“ an der Reihe ist, fordert Hofmann das Publikum noch auf: „Macht das, wofür euer Herz schlägt.“ Kensington-Road-Frontmann Stefan Tomek verspricht dem Publikum, das inzwischen etwa 30 Besucher umfasst, gleich zu Anfang: „Hameln, wir garantieren euch, dass wir euch die beste Rock-’n’-Roll-Show spielen, die wir können.“ Beginnend mit diversen Instrumentalsoli, legt die Band einen ruhigen Start hin, steigert sich jedoch von Lied zu Lied kontinuierlich und auch die Kritiker, die anfänglich noch „mehr Rock“ forderten, stehen schließlich tanzend vor der Bühne.

Die Musik der Berliner erinnert an die Arctic Monkeys oder Kings of Leon. In einer kurzen Pause kommt Tomek ins Publikum, umarmt jeden Einzelnen und trinkt „Berliner Luft“ mit allen. Danach geht es weiter mit der neuen Single „Here We Go Now“, die heute erscheint. Die goldene Regel der Band, „wir hören nicht auf zu spielen, bevor die Barfrau nicht auf dem Tresen steht“, wird erfolgreich umgesetzt. Krönender Abschluss des Abends ist Tom Pettys „Free Fallin’“, welches von den drei Bands des Abends gemeinsam interpretiert wird.



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