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Der russische Schriftsteller Daniil Granin ist im Alter von 98 Jahren gestorben

Ende einer Epoche

ST. PETERSBURG. Daniil Granin ist einer der Autoren des bekannten „Blockadebuches“ mit Erinnerungen an die Belagerung von Leningrad – heute St. Petersburg – durch die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. 2014 erinnerte er mit einer Rede im Deutschen Bundestag an die Schrecken des Krieges. Nun ist der Schriftsteller im Alter von 98 Jahren gestorben.

veröffentlicht am 05.07.2017 um 14:58 Uhr

Der russische Schriftsteller Daniil Granin ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Granin sei seit einigen Tagen in einem Krankenhaus in seiner Heimatstadt St. Petersburg behandelt und zuletzt künstlich beatmet worden, berichtete die Agentur Interfax am Mittwoch unter Berufung auf Medizinerkreise. Er sei Dienstagabend gegen 22 Uhr gestorben, hieß es weiter.

Granin ist einer der Autoren des bekannten „Blockadebuches“ mit Erinnerungen an die Belagerung von Leningrad - heute St. Petersburg – durch die deutsche Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. 2014 erinnerte er mit einer Rede im Bundestag an die Schrecken des Krieges.

Geboren wurde Granin – eigentlich Daniil Alexandrowitsch German –am 1. Januar 1919 in Wolyn im heutigen Gebiet Kursk. Nach einem technischen Studium wurde er Soldat. Nach dem Krieg arbeitete er zunächst als Ingenieur, bevor er 1949 als Schriftsteller debütierte.

„Mit dem Tod von Daniil Alexandrowitsch verlässt uns eine ganze Epoche. Die Epoche der Klassiker“, sagte Russlands Kulturminister Wladimir Medinski.

Daniil Granins Laufbahn als Literat wurde mit zahlreichen Ehrungen gewürdigt. Zuletzt hatte Kremlchef Wladimir Putin ihn im Juni geehrt. Viele von Granins Werken wurden darüberhinaus verfilmt. Er war auch kommunistischer Parteifunktionär.



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