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„Of Fathers and Sons“ gewinnt beim Sundance-Filmfestival

Beeindruckendes Doku-Drama

PARK CITY. Die deutsch-syrisch-libanesische Dokumentation „Of Fathers and Sons“ des in Berlin lebenden Syrers Talal Derki zählt zu den diesjährigen Gewinnern beim Sundance-Filmfestival. Derki folgt darin der Familie eines islamistischen Kämpfers während des syrischen Bürgerkriegs.

veröffentlicht am 29.01.2018 um 16:03 Uhr

Die Doku biete einen „extrem seltenen Einblick“ und zeige, was es bedeute, in einem islamischen Kalifat aufzuwachsen, schrieb die Jury im US-Staat Utah am Sonntag zur Begründung.

„Of Fathers and Sons“ setzte sich unter anderem gegen die deutsch-brasilianische Koproduktion „The Cleaners“ der deutschen Regisseure Moritz Riesewieck und Hans Block durch. Deren Film befasst sich mit der schwierigen, oft versteckten Arbeit von Menschen, die umstrittene Inhalte wie Pornografie und Gewalt aus sozialen Netzwerken löschen.

Den Preis für das beste US-Drama gewann „The Miseducation of Cameron Post“ um ein Mädchen, das in ein „Therapiezentrum“ für Homosexuelle gezwungen wird. Als bestes ausländisches Drama wurde „Butterflies“ ausgezeichnet, das im türkischen Dorf Hasanlar spielt. Publikumspreise holten unter anderem „Burden“ um ein ehemaliges Mitglied des rassistischen Ku-Klux-Klan und der dänische Film „The Guilty“, in dem der Mitarbeiter einer Rettungsstelle den Notruf einer gekidnappten Frau erhält.

Das in den 1980er Jahren gegründete Sundance-Filmfest ist das größte Festival für unabhängige, außerhalb Hollywoods produzierte Filme.dpa



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