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Laurin Görsdorf und Nico Runge gewinnen

Szene boomt: So lief der erste E-Soccer-Supercup

HAMELN. Zum ersten Mal spielten im Rahmen des Dewezet-Supercups auch die Freunde des virtuellen Fußballs ihre Meister aus – der E-Soccer-Supercup ging an Laurin Görsdorf und Nico Runge. Gespielt wurde die aktuellste Fußball-Simulation Fifa 19 – im Modus zwei gegen zwei auf der PlayStation vier.

veröffentlicht am 27.01.2019 um 18:39 Uhr

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Zum ersten Mal spielten im Rahmen des Dewezet-Supercups auch die Freunde des virtuellen Fußballs ihre Meister aus – der E-Soccer-Supercup ging an Laurin Görsdorf & Nico Runge. Gespielt wurde die aktuellste Fußball-Simulation Fifa 19 – im Modus zwei gegen zwei auf der PlayStation vier. In vier Gruppen traten die kickenden Zocker an, jedes Spiel dauerte zwei mal sechs Minuten.

„Vor dem Computer oder der Spielkonsole zu sitzen und zu daddeln, ist für viele junge Leute ein beliebter Zeitvertreib. Für Profis ist es sogar Sport – sie trainieren bis zu acht Stunden am Tag. Aber eben nicht auf dem grünen Rasen, sondern am Bildschirm. Die besten Zocker der Welt können damit richtig Geld verdienen. Inzwischen haben nicht nur Profi-Klubs aus der 1. und 2. Fußball-Bundesliga eigene Teams, sondern auch kleine Vereine wie der TSV Hamelspringe, der seit 2017 eine E-Sport-Sparte hat“, sagt Christian Hoppe, Vorsitzender des TSV Hamelspringe.

Sajoscha Hillebrand (2. Vorsitzender des TV Hamelspringe und Initiator der eSport-Sparte) betont, dass gesunder Menschenverstand und faires Spiel das A und O bei dieser Sportart seien. „Am Monitor sieht es täuschend echt aus“, sagt Thomas Janik, „meine Oma könnte es nicht von einem echten Fußballspiel unterscheiden. Virtuell fallen mehr Tore, und die Herzfrequenz bei den Spielern steigt, wenn es dem Ende entgegengeht“, so Janik weiter. „In der Gruppensituation ist noch alles okay, sobald es aber in die Endphase des Turniers geht, wird es schwieriger.“ Janik: „Das Spiel erfordert ein hohes Maß an Konzentration und es wird von vielen unterschätzt. Die Spieler sind hoch motiviert und haben zum Teil ihre Freundinnen im Rücken.

Die Spieler und ihre Freundinnen sehen das Spiel jedoch teilweise recht unterschiedlich: „Die zwölf Tasten und der Joystick sind für mich einfach zu viel. Alles muss gleichzeitig bedient und koordiniert werden“, sagt zum Beispiel Lara. Lennart und Cedrik trainieren 12 bis 15 Stunden pro Woche – Lara geht lieber in der Natur spazieren. Der Vorteil sei, sagt Lennart, dass man unheimlich viele Leute aus allen Herren Länder kennenlerne. „Ich habe schon gegen Russen und Engländer gespielt. Fairplay ist international gegeben und das macht das Spiel hochinteressant und abwechslungsreich“, ist Cedrik begeistert.

Während in der Rattenfänger-Halle die Fußballer um den Ball, Tore, Punkte und die Ehre kämpften, zockten sich beim E-Soccer-Turnier diese Teams aufs Siegertreppchen:
1. Platz: Team Runge „Atletico Madrid“ – Laurin Görsdorf & Nico Runge
2. Platz: TSV Holenberg „Manchester City“ – Cedrik Suchy & Lennart Homeyer
3. Platz SV Hastenbeck/Emmerthal „FC Arsenal“ – Jils Ossenkopp & Philipp-Henry Oberkötter

Übrigens: Der Deutsche Fußball-Bund will offenbar in den eSport einsteigen. Auf dem nächsten DFB-Bundestag im Herbst soll „eSoccer“ in der Satzung verankert werden. Das sind doch spannende Aussichten und ein Beweis dafür, dass diese elektronische Sportart im Kommen ist und nicht milde belächelt werden sollte …



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