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Kein einheitliches Meinungsbild, aber Mehrheit des Führerkorps' lehnt Vorhaben nicht ab / Stadt übernimmt die Planung

Zylinder-Rekordversuch wird auf 2008 verschoben

Obernkirchen (sig). Wollen sich die Bürgerschützen der Bergstadt nun an einem Rekordversuch beteiligen, den das Führerkorpsmitglied Horst Völkening angeregt hat, oder wollen sie lieber die Finger davon lassen? Ist die Gefahr einer Blamage größer, weil vielleicht ein anderer Ort längst auf diese Idee gekommen ist, oder besteht eine gute Chance, damit überregional Werbung für die Heimatstadt zu machen? Es geht um den Vorschlag, zur Eröffnung des diesjährigen Schützenfestes eine möglichst große Klappzylinder-Gemeinde auf den Marktplatz zu bringen, um ins Guiness-Buch der Rekorde zu kommen. .

veröffentlicht am 19.06.2007 um 00:00 Uhr

Da auch die Schützenbataillone aus Bückeburg und Stadthagen mitm

Bei der letzten vorbereitenden Sitzung vor dem Fest zeigte die Ausspracheüber den Zylinder-Rekordversuch, dass die Meinung darüber nicht einheitlich ist. Dieter Steinmann hält von dieser Idee nicht viel und empfahl den Mitgliedern des Führerkorps: "Lasst uns das vergessen und auf das ureigene Schützenfest konzentrieren! Wenn zum Beispiel Stadthagen eine solche Ideerealisieren möchte, hätten wir eh keine Chance. Die würden uns mit Zylindern totwerfen können!" Aber irgendwie waren doch einige der "Schwarzröcke" auf den Geschmack gekommen und bügelten die Anregung nicht ganz ab. Bei der vorletzten Zusammenkunft war ein Arbeitsausschuss gebildet worden, dem neben dem Stadtkommandanten Wolfgang Anke noch Bürgermeister Oliver Schäfer, Adolf Bartels und der Ideengeber Horst Völkening angehörten. Allerdings hat es auch dieses Gremium nicht geschafft, sich eine verbindliche Auskunft darüber zu besorgen, ob es einen solchen Wettbewerb schon einmal gegeben hat. Über eines war sich dieser Arbeitskreis jedoch schnell einig: Bis zum diesjährigen Schützenfest lässt sich das Vorhaben nicht verwirklichen. Für 2008 dagegen könnte man das schon eher planen, machte Adolf Bartels deutlich. Die Rückkopplung mit verschiedenen Vereinen der Stadt hat gezeigt, dass auch dort an einem solchen Versuch durchaus Interesse besteht. Selbst das Stadtoberhaupt ließ das in seiner Stellungnahme erkennen. Alt-Bürgermeister Adolf Bartels sprach die Möglichkeit an, aus diesem Anlass das "Summer-Meeting" wieder ins Leben zu rufen, das es bis Anfang der 90-er Jahre einige Male gab. Bei dem Rekordversuch müssten dann aber auch alle Vereine und Vereinigungen mitziehen. Nach diesen Stellungnahmen hatte Stadtkommandant Wolfgang Anke ein leichtes Spiel. Das Führerkorps befürwortete die Pläne mit Mehrheit, aber die Karte (und das muss kein Schwarzer Peter sein) geht jetzt offiziell an die Stadt. Sie wird die weiteren Planungen in die Hand nehmen und sich überlegen, wie und ob sie 2008 im Rahmen irgendeiner Veranstaltung den Auftritt der Zylinder-Träger realisiert. Zum Abschluss der Sitzung hatte Wolfgang Anke mit seinem Führungsstab noch eine für alle Beteiligten besonders angenehme und erfreuliche Aufgabe. Er sprach nämlich 56 Beförderungen aus und verteilte zudem sieben Verdienstorden erster Klasse und drei der zweiten Klasse. Der amtierende Ratsvorsitzende Horst Sassenberg wurde dabei in die Offiziers-Eingangsstufe aufgenommen. Er ist jetzt nicht mehr Fahnenjunker, sondern Fähnrich. Volker Schramm, Detlef Schulz und Rolf Frevert wurden Leutnant, Horst Dreier, Alfred Groß. Hans-Joachim Manzke und Stefan Meier Oberleutnant und Heinz Bruns sowie der Adjutant Klaus Scholz Hauptmann. Den höchsten Dienstgrad nach dem Stadtkommandant hat jetzt der langjährige Ordonnanzoffizier Harry Koch. Er wurde zum Major befördert.



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