weather-image
28°
Tenor Karl Appel geht auf Gastspielreise mit der berühmten Gächinger Kantorei

Zwischen Rom und Rinteln: Erst Petersdom - und dann Jakobikirche

Rinteln/Rom (ur). In seiner erfolgreichen Sängerlaufbahn hat der Rintelner Tenor Karl Appel über mehrere Jahrzehnte bereits an zahlreichen bedeutenden Konzertereignissen im In- und Ausland solistisch und in bedeutenden Chorensembles mitgewirkt. Aber selbst für ihn gibt es noch Herausforderungen und Aufgaben, die aus dem Rahmen fallen und als besondere Sternstunde gelten dürfen. Ein solches Ereignis ist ganz sicher die Gastspielreise mit der weltberühmten Gächinger Kantorei, zu der Appel in dieser Woche aufbricht und als deren Höhepunkt ein Konzert bei Papst Benedikt im Petersdom vorgesehen ist.

veröffentlicht am 26.11.2008 um 00:00 Uhr

Unter Appels Leitung gibt der Madrigalchor am Nikolaussonnabend

Über diesen Höhenflügen aber bleibt der auch als Dirigent des Rintelner Madrigalchors wirkende Sänger seinen selbst gestellten musikalischen Aufgaben in der Heimat treu. Unter Appels Leitung gibt dieser Klangkörper am Sonnabend, 6. Dezember, in der reformierten Jakobikirche ein festliches Adventskonzert mit Rald Höhne an der Orgel, der Altistin Regina Sümening und der Sopranistin Ursula Powitz. Für die solistische Aufgabe im Bass wurde Harald Powitz verpflichtet und als Tenor wirkt Karl Appel selber mit. Auf dem Programm stehen Advents- und Weihnachtschoräle a cappella, sowie Chöre und Arien von Camille Saint Saëns, Antonio Vivaldi und Felix Mendelssohn Bartholdy. Den krönenden Abschluss bildet die Pastoralmesse 3 in C von Ignaz Reimann - ein Werk, das vielleicht gerade bei gebürtigen Schlesiern besser unter dem volkstümlichen Namen "Christkendlamesse" bekannt ist, gehörte sie doch im früheren Schlesien zum traditionellen Aufführungsreigen der Advents- und Weihnachtszeit. Unter denüber 800 Werken des schlesischen Komponisten Reimann (1820-1885) hat die Christkindlmesse bis heute ihre Popularität bewahren können. Erhalten geblieben ist allerdings nur ein Teil seiner Kompositionen, da nur 160 davon verlegt wurden. Der bescheidene Meister aus der Grafschaft Glatz betrachtetesein Schaffen lediglich als "Gebrauchsarbeiten", obwohl die Werke bis heute auch in TeilenÖsterreichs und im Rheinland durchaus noch zum musikalischen Gemeingut gerechnet werden können.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare