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Ausstellung und Vortrag des Heimatvereins

Zwischen Grenzgräben und alten Schnatwegen

Bad Eilsen (sig). Hunderte von Kilometern ist der Vorsitzende des Eilser Heimat- und Kulturvereins, Friedrich Winkelhake, durch Wald und Flur gepirscht, um die historischen Grenzen Schaumburgs zu erkunden. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Elfriede Stuckert suchte er auch an entlegenen Stellen und oft mitten im Dickicht nach lohnenden Hinweisen auf den Verlauf jener Grenzen, die vor über 350 Jahren existierten.

veröffentlicht am 16.01.2007 um 00:00 Uhr

Dazu gehörten zum Beispiel Landwehrrelikte, Grenzgräben und Wälle sowie alte Schnatwege, die früher für Kontrollgänge zum Schutz der Grenze benutzt wurden. Wichtige Markierungspunkte waren gut erhaltene Grenzsteine, die einst mit Wappen verziert worden sind. Das Ergebnis dieser Erkundungen ist am kommenden Sonnabend, 20. Januar, bei einer Ausstellung zu begutachten, die um 17 Uhr im Lesesaal der Kurverwaltung im Haus des Gastes eröffnet wird. Um 19.30 Uhr folgt an gleicher Stelle ein Diavortrag, mit dem Friedrich Winkelhake den Verlauf einer solchen Wanderung entlang der historischen Grenzen des Schaumburger Landes eindrucksvoll festgehalten hat. Die Fotos und dazu Berichte von allerlei Erlebnissen während der Exkursionen, von Gesprächen mit "Grenzbewohnern" und andere Informationen zur Historie sind zu dieser sehenswerten Ausstellung verarbeitet worden. Die beiden Spurensucher haben außerdem eine Liste von 30 Wandervorschlägen zusammengestellt. Sie führen sowohl durch den Süntel als auch über den Deisterkamm und natürlich durch den Schaumburger Wald entlang der früheren Landwehr. Vom Steinhuder Meer bis kurz vor das Staatsbad Pyrmont und von Bad Münder bis nach Kleinenbremen reichten einst die in einer Broschüre zusammengefassten Grenzen des Schaumburger Landes. Die Erkundungen bezogen auch die Ämter Lachem und Bokeloh mit ein. Der Eintritt für diese Veranstaltung des Heimat- und Kulturvereins beträgt drei Euro.

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