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Bildtafeln zeigen historische Ansichten aus Hespe und Hiddensen / "Eine großartige Sache"

Zwischen Bauernhof, Schule und Konfirmation

Hespe (mw). "Hiddensen / Hespe in alten Bildern" ist der Titel von 50 Sammelmappen mit Bildtafeln, deren Fotos von Karl-Heinz Oelkers, Hannoveraner mit Zweitwohnsitz in Hespe, und dem Hesper Bernd Lahmann zusammen getragen worden sind. Finanziert worden sind die Mappenwerke von der Gemeinde Hespe.

veröffentlicht am 06.11.2007 um 00:00 Uhr

Der Hesper Bürgermeister Werner Vehling und Bernd Lahmann stelle

Bereits im Herbst vergangenen Jahres haben sich Oelkers (der bereits das Heimatforschungsprojekt "Spurensuche" mit der Schaumburger Landschaft realisiert hat) und Lahmann auf die Suche nach historischen Fotos aus Hespe und Hiddensen gemacht. "Man muss die Leute ansprechen, von alleine kommt keiner", verriet Lahmann (in Vertretung des nicht anwesenden Oelkers) unlängst anlässlich der Vorstellung des im September fertig gestellten Projektes, wie die beiden "Heimatforscher" an das Bildmaterial gekommen sind. So wurde das Vorhaben etwa bei Versammlungen örtlicher Vereine vorgestellt und wurden die Bürger gebeten, entsprechende alte Fotos zur Verfügung zu stellen. Von der Resonanz waren Oelkers und Lahmann offensichtlichüberrascht: Zu Beginn habe man nicht mit so vielen Bildern gerechnet, erinnerte sich Lahmann. Ursprünglich sei lediglich ein Poster im Format DIN A0 geplant gewesen. Mittlerweile sind daraus jedoch - im Format DIN A3 - acht Bildtafeln mit Fotografien der Jahre 1860 bis 1960 sowie eine Tafel mit zwei Landkarten, die Hespe und Hiddensen in den Jahren 1740 und 1890 zeigen, geworden. Den Titel der Mappensammlung ziert zudem eine Ansichtskarte des Ortes Hespe, die zur Zeit des Ersten Weltkrieges von einem Hesper Soldat an seinen in Hespe lebenden Bruder geschrieben worden war. Thematisch geordnet zeigen die mittels Farbkopien erstellten Bildtafeln unter anderem Landwirtschaftliche Gebäude, Erntefeste, das tägliche Leben in der Landwirtschaft sowie Ansichten aus dem Bereich "Schule und Konfirmation", sagte Lahmann. Während von diversen Festen allerdings derart viele Fotos zur Verfügung gestellt wurden, dass ein großer Teil davon aussortiert werden musste, habe man nur wenige Bilder erhalten, auf denen die tägliche Arbeit dargestellt ist. "Es ist aber nicht so, dass das Projekt damit abgeschlossen ist", berichtete Lahmann. "Wir rechnen damit, dass wir noch weitere Bilder bekommen und das Projekt fortführen können." Oelkers und Lahmann "haben sich um diese Mappe sehr verdient gemacht", lobte der Hesper Bürgermeister Werner Vehling. Das Mappenwerk sei "eine großartige Sache" und "genau so ein Kulturgut" wie etwa Schaumburger Trachten. Interessierte Bürger können die Mappen laut Vehling zum Preis von jeweils fünf Euro bei der Gemeinde Hespe erwerben. Darüber hinaus werden die Mappen zu besonderen Anlässen wie etwa hohen Geburtstagen von der Gemeinde verschenkt. Diejenigen Einwohner, die ebenfalls noch Fotos beisteuern möchten, können diese nach Auskunft von Vehling zusammen mit einer Bildbeschreibung im Gemeindebüro abgeben und erhalten die Bilder sofort zurück, nachdem diese eingescannt worden sind.

Hier ist eine der acht Bildtafeln zu sehen. Wer noch Fotos beist
  • Hier ist eine der acht Bildtafeln zu sehen. Wer noch Fotos beisteuern möchte, kann diese im Gemeindebüro abgeben.


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