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Arbeitskreis "Kindergarten" schlägt erste Pflöcke ein / JUZ-Trakt wird saniert / TSV-Büros bleiben

Zweigeschossiger Anbau an der Schulstraße?

Eilsen (tw). In Sachen Neubau des Eilser Kindergartens hat der Arbeitskreis, dem die Spitzen von Kirche, Rat und Verwaltung angehören, bei einem ersten Treffen im Rathaus gemeinsam mit dem Stadthäger Planer Hermann Göbel erste "Pflöcke" eingeschlagen. "Es bleibt dabei: Der Standort Schulstraße ist geeignet", berichtet Eilsens Bürgermeister Bernd Schönemann auf Nachfrage der Landes-Zeitung.

veröffentlicht am 26.01.2007 um 00:00 Uhr

Sanierung im Gespräch: Das Flachdach des JUZ-Gebäudes soll ein l

Der Arbeitskreis favorisiere einen - zweigeschossigen - Anbau an das bestehende Jugendzentrum (JUZ); entgegen erstenÜberlegungen, solle das JUZ nicht abgerissen, sondern in Teilen sogar saniert werden. "Außerdem soll es mit dem Kindergarten-Neubau durch eine Art Foyer verbunden werden", so Schönemann. Derzeit werde noch geklärt, welche Räume im JUZ die Einrichtung mit nutzen könne. Fest stehe aber: "Der TSV Bad Eilsen", betont der Bürgermeister, "wird seinen im Obergeschoss gelegenen Veranstaltungs- und Mehrzweckraum sowie seine Büros behalten können". Als Ausgleich für Räume, die das JUZ künftig gleichwohl einbüßen könnte, soll der - derzeit ungenutzte - gläserne Verbindungstrakt zwischen Turnhalle und Jugendzentrum für dessen Zwecke umgestaltet werden. "Eventuell", so Schönemann, "wird der Trakt auch noch in Richtung Sportplatz erweitert". In jedem Fall aber solle das JUZ ein neues, leicht geneigtes Dach in der Farbe rot erhalten; zeitgleich würden dessen Wände neu verkleidet und isoliert. Allesamt Maßnahmen, welche die Substanz des Baukörpers schützen und zugleich verhindern sollen, dass - wie bislang - Regenwasser durch das Flachdach eindringt. Der Kindergarten wiederum soll - wie gesagt - als zweigeschossiger Anbau entstehen. Der Bürgermeister: "Nur im unteren Bereich wird er komplett ausgebaut; dort entstehen zwei Gruppenräume und der Sanitärtrakt." Das Obergeschoss soll dagegen bis auf weiteres nur Wände und ein Dach erhalten, ansonsten aber komplett leer bleiben. "Wenn wir auf den besagten Bauabschnitt zunächst verzichten, spart uns das 50 000 bis 60 000 Euro", rechnet Schönemann. Zumal es für Räume im Obergeschoss derzeit ohnehin - noch - keinen Bedarf gebe. Das könne sich indes ändern, wenn es um 2010 herum zur Schaffung von neuen Krippen- und Hortplätzen kommt. Wie auch immer: Für den Neubau des Kindergartens inclusive der Sanierung des JUZ will der Bürgermeister zunächst zwischen 200 000 und 220 000 Euro im Eilser Haushalt 2007 einplanen. Die Gesamtkosten des Projekts werden - grob geschätzt - bei 360 000 bis 370 000 Euro liegen. Was der Arbeitskreis gemeinsam mit dem Planer besprochen hat, beraten in diesen Tagen die Fraktionen. Im Wortsinn "in Form gegossen" werden sollen obigeÜberlegungen bei der nächsten Zusammenkunft des Bauausschusses am Dienstag, 13. Februar, um 17 Uhr. Der Bürgermeister zum Zeitplan: "Läuft alles ganz glatt, könnte noch im Herbst Baubeginn 2007 sein." Allerdings gebe es auch kein Problem, wenn der erste Spatenstich erst im Frühjahr 2008 erfolgen könne. Zur Erinnerung: Ende Juli 2006 war bekannt geworden, dass in der Samtgemeinde bis zum Frühjahr 2007 insgesamt 26 Kindergartenplätze fehlen. Um des Problems Herr zu werden, wurde zum 2. Januar im Untergeschoss des Gemeindehauses an der Christuskirche ein "Übergangs"-Kindergarten mit 22 Plätzen und Stellen für zwei Erzieherinnen geschaffen. Dem Arbeitskreis "Kindergarten-Neubau", der sich jetzt erstmals getroffen hat, gehören Heinz Grabbe (Vorsitzender des Bauausschusses), Jürgen Schmökel (SPD-Fraktionsvorsitzender), Dagmar Söhlke (Vorsitzende der CDU/FDP-Gruppe), Kindergartenleiterin Christel Feindt und ein Vertreter der Kirchengemeinde an.

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