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10 000 Quadratmeter großer See und vier Flachgewässer für die Bückeburger Niederung

Zwei Projekte für Vögel und Amphibien

Bückeburg (rc). In der Bückeburger Niederung werden in diesem Jahr noch zwei größere Projekte zur Renaturierung des Naturschutzgebietes in Angriff genommen. Zum einen wird auf den Amtmannschen Wiesen ein Gewässer in einer Größe von rund 10 000 Quadratmetern angelegt, Projektträger ist der Förderverein Bückeburger Niederung. Zum anderen werden direkt im Naturschutzgebiet vier Flachgewässer ausgebaggert, Projektträger ist in diesem Fall der Kreisverband Schaumburg des Naturschutzbundes. Die gute Nachricht für die Stadt: Sie braucht nicht einen Cent dazuzuzahlen, erfährt aber eine deutlich Aufwertung der Niederung.

veröffentlicht am 15.05.2007 um 00:00 Uhr

Entsprechend schnell wurden im Bau- und Umweltausschuss die Planungen zur Kenntnis genommen; ruckzuck gingen die Finger hoch, um die Projekte jeweils einstimmig abzunicken. Lediglich CDU-Ratsherr Ludwig Pohl mokierte sich, dass für den Naturschutz so viel Geld zur Verfügung steht, für den Hochwasserschutz in Meinsen, Warber und Rusbend aber nicht. Seitens des Ausschusses und der Verwaltung musste er sich allerdings belehren lassen, dass die Vorhaben mit quasi privaten Mitteln realisiert würden, Gelder der öffentlichenHand dagegen gar nicht zum Einsatz kämen. "Das sind verschiedene Paar Schuhe." Diskutiert wurde die Form des Verfahrens. "Warum ist das noch nicht bei uns im Ortsrat vorgestellt worden?", wollte CDU-Ratsherr Cord Siekmeier wissen. Werde nachgeholt, so die Antwort von Baufachbereichsleiter Karlheinz Soppe. Die vier Flachgewässer im Kern des Gebietes sollen zwischen 700 bis 900 Quadratmeter groß und eine maximale Tiefe von 1,50 Meter haben. Der Naturschutzbund wertet sie als "weiteren Baustein" zur Stärkung des Auencharakters der Niederung und will die Ansiedlung seltener Amphibien-, Heuschrecken- und Libellenartenfördern. Der See an den Amtmannschen Wiesen hat eine Tiefe bis zu zwei Meter. Der Förderverein erwartet eine Verbesserung der Lebensbedingungen für Rastvögel und Amphibien sowie die Entwicklung von Röhricht- und Feuchtgrünlandbeständen. Beide Projekte werden noch in diesem Jahr realisiert, da sonst Stiftungsgelder verfallen könnten.



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