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Kritik an Krankenhaus-Arzt: Stark blutende Patientin mit Taxi nach Bückeburg geschickt / Krach durch Hubschrauber, Kosten durch Umweg

Zwei Portemonnaies bleiben liegen - zwei ehrliche Finder helfen

Rinteln (ur). Nicht einverstanden ist Edith Lampe aus Hohenrode mit Leserbriefstimmen, die behaupten, dass die Zufahrt nach Rintelnüber das Exterfeld nur gefordert werde, damit die Ratsmitglieder schneller zu ihren Sitzungen kommen.

veröffentlicht am 21.05.2008 um 00:00 Uhr

Mit dem Taxi von Krankenhaus zu Krankenhaus. Foto: tol

"Für ältere Bürger aus Hohenrode, die mit dem Taxi zum Arzt oder zu anderen Erledigungen nach Rinteln müssen, entstehen dadurch unzumutbare Kosten, die wahrscheinlich von den Leserbriefschreibern keiner für uns übernehmen wird." Wer in der Stadt wohne, müsse eben auch gelegentliche Nachteile hinnehmen, die sich aus einer innerstädtischen Wohnlage ergeben. Unser Leser Rainer Jankowski aus Rosenthal, der eine Arztpraxis in Deckbergen betreibt,ärgert sich darüber, dass das Gebiet zwischen Schaumburg und den Wasserflächen zur Weser hin intensiv für den Ausbildungsbetrieb von Hubschrauber-Einheiten genutzt wird: "Das sind laute Lärmemissionen, die durch die Bergwände noch reflektiert werden." Ebenso lästig sei auch der Lärm, der von privaten Rasenmähern ausgeht, die unabhängig von Mittagsruhe und Feiertagsregelungen oft mit so großem Einsatz betrieben werden, dass an Ruhe nicht zu denken ist: "Hier sollten Stadtverwaltung und Tageszeitung immer wieder mal an die geltenden Bestimmungen erinnern!" Empört über einen problematischen Fall von ärztlichem Verhalten im Rintelner Krankenhaus ist Roswitha Specht aus der Nordstadt. Ihre Tochter hatte sich in der Nacht zum 1. Mai durch eine Glasscherbe so verletzt, dass das Blut nur so aus dem Arm schoss. Sie wurde dann ins Krankenhaus Rinteln gebracht und dort erstversorgt - wobei der behandelnde Arzt allerdings dringlich empfahl, weitere Maßnahmen im Krankenhaus Bückeburg durchzuführen. Er habe der Patientin dann geraten, mit der Taxe nach Bückeburg zu fahren: "Dort und auch bei der Krankenkasse erklärte man es für unverantwortlich, sie nicht per Rettungsfahrzeug nach Bückeburg zu schicken. Schließlich waren das ja nicht nur Aufschürfungen, sondern die Schlagader war betroffen!" Ausgesprochen dankbar ist Karin Giese einer Kundin des Extramarkts in Rinteln: "Ich hatte nach dem Einpacken meiner Sachen und dem Zurückbringen des Einkaufswagens mein Portemonnaie mit Scheckkarte und über 100 Euro liegen gelassen. Die Frau ist mir über den ganzen Parkplatz nachgelaufen, um mir die Geldbörse zu geben. Ich weiß gar nicht, ob ich mich in der Aufregung überhaupt bedankt habe - zumindest auf diesem Weg will ich das unbekannterweise tun." Dass solche Ehrlichkeit kein Einzelfall ist, weiß auch Marita Jeschke zu berichten: "Ich hatte bei Aldi im Industriegebiet Süd eingekauft und meine Brieftasche am Packtisch vor den Kassen liegen gelassen. Bemerkt habe ich das erst zu Hause und eigentlich schon aufgegeben, das Geld und persönliche Papiere wie zum Beispiel Führerschein wiederzubekommen." Sie habe dann aber dennoch am nächsten Morgen im Geschäft nachgefragt - und tatsächlich: eine Kundin oder ein Kunde hatte die Fundsache beim Personal abgegegeben. Auch sie will sich jetzt noch einmal herzlichst dafür bedanken: "Ich hatte damit kaum noch zu rechnen gewagt!" Penetrant belästigt fühlte sich kürzlich in einem Rintelner Tanzlokal eine 30-jährige Besucherin aus dem Auetal durch zwei junge Männer, die sie immer wieder auf einen Drink einluden, obwohl sie das schon längst abgelehnt hatte. "Als ich mich dann an der Bar beschwerte, stand man mir nicht bei, sondern meinte nur: Dafür würde man doch in eine Diskothek gehen."



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