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Spezialfirma saniert Wiedensahler Geläut

Zwei Kirchenglocken gehen auf Reisen

Wiedensahl (mw). Seit Dienstagmittag müssen die Wiedensahler auf das vertraute Glockenläuten der St.-Nicolai-Kirche verzichten. Ein Montageteam hat beide Bronze-Glocken mit einem Flaschenzug vom Kirchturm geholt, um diese zu einer Glockengießerei in Nörtlingen zu bringen. Dort sollen die Kirchenglocken restauriert werden.

veröffentlicht am 21.02.2007 um 00:00 Uhr

Die volle Klangfülle des Zusammenspiels beider Glocken konnte man in Wiedensahl ohnehin nicht mehr vernehmen. Ein Sachverständiger habe die kleinere der zwei Kirchturmglocken schon vor längerer Zeit stillgelegt, da er befürchtete, dass diese aufgrund der bisherigen Abnutzung bei weiterem Gebrauch Risse bekommen könnte, erzählte Pastorin Susanne Link-Köhler. Durch den jahrhundertelangen Gebrauch sei das Geläut an den Schlagpunkten, also dort, wo die Klöppel beim Läuten gegen die Glocke schlagen, um rund zwei Zentimeter dünner geworden, erklärte Jürgen Schwarck, Monteur von der Firma Iversen Dimier. Aufgehängt werden die Glocken später an ein Holz- statt wie bisher an ein Stahljoch, um einen besseren Klang zu erzielen. Zu Ostern sollen die Glocken, von denen die Kleine zwischen 300 und 400 Kilogramm und die Große etwa 600 Kilogramm wiegt, wieder im Kirchturm hängen, so die Pastorin. Bis dahin müsse man ohne das Glockenläuten auskommen. Manch einer sei schon traurig in Anbetracht des fehlenden Läutens. Rund 18 000 Euro koste die Sanierung der beiden Kirchenglocken, wobei in dieser Summe auch die Kosten für die Umstellung auf "elektronisches Läuten" enthalten sei, so Link-Köhler. Mehrere Jahre habe die Kirchengemeinde Wiedensahl dafür gespart.



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