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Bei Domhof-Galerie und Erweiterung des Kaufhauses Hagemeyer gibt es auch gemeinsame Interessen

Zwei Großprojekte "ein Glücksfall für Minden"

Minden. Den Einzelhandel in der Mindener Innenstadt weiterzuentwickeln - dies ist das von Bürgermeister Michael Buhre formulierte Ziel, das über allem steht. Weiterentwickeln soll sich die Einkaufsstadt Minden in den kommenden Jahren mit dem Neubau des Einkaufscenters Domhof-Galerie (etwa 17 000 Quadratmeter Verkaufsfläche) und der Erweiterung des Kaufhauses Hagemeyer (plus rund 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche).

veröffentlicht am 06.06.2007 um 00:00 Uhr

MD-Geschäftsführer Axel Funke, Bürgermeister Michael Buhre und F

Beide Planungen, die in jüngster Zeit eher gegeneinander gestellt wurden, seien "ein Glücksfall für Minden", so Buhre. Es gäbe gemeinsame Interessen zwischen beiden Investoren und Kaufleuten. Das bekräftigten der Geschäftsführer der Multi Development Germany GmbH (MD), Axel Funke, und der geschäftsführende Gesellschafter des Hauses Hagemeyer, Fritz Drabert, in einem Pressegespräch am 29. Mai im Rathaus. So könnten sich die Domhof-Galerie und das Haus Hagemeyer - ein seit 127 Jahren in Minden ansässiges Unternehmen - beispielsweise in der Frage der Parkflächen ergänzen. Für die Domhof-Galerie sind derzeit rund 320 Stellplätze auf zwei Ebenen einer Tiefgarage vorgesehen. Auch Hagemeyer plant mit dem Erweiterungsbau auf dem Grundstück der ehemaligen Sparkasse weitere Parkgaragenplätze. "Die Kunden sollen sich in der Innenstadt bewegen". Deshalb sei die Domhof-Galerie bewusst unvollständig geplant, was das Sortiment und auch die Stellplätze angehe, erläuterte der Bürgermeister. "Die in einem Einzelhandels-Gutachten von 2006 ermittelten 88 000 Quadratmeter als maximal verträgliche Verkaufsfläche in der Innenstadt werden nach Verwirklichung beider Groß-Projekte nicht überschritten", bezieht sich Buhre auf Vorschläge, die Domhof-Galerie mit Rücksicht auf das Projekt Hagemeyer zu verkleinern. Einkaufcenter benötigten, wenn sie ein Magnet sein wollen, eine bestimmte Größe. Minden wolle verlorene Kaufkraft mit Attraktivität zurückholen. "Die unterschiedlichen Handelsformate von Hagemeyer als Kaufhaus und Domhof-Galerie als Einkaufcenter lassen sich gut vernetzen", fasste MD-Geschäftsführer Axel Funke zusammen. "Wir stehen am Anfang der Überlegungen, wie das genau aussehen kann", so Funke weiter. Nachgedacht werde über die optische Verknüpfung beider künftiger Eingänge am Scharn, jedoch nicht über eine Brücke. Auch seien Wasserspiele, Verweil- und Grünzonen sowie eventuell Arkaden am Scharn zur Aufwertung der Einkaufsituation in die bisherigen Überlegungen eingeflossen. Funke präsentierte dazu am 29. Mai erste Zeichnungen. Der Scharn soll attraktiver werden - das unterstützte auch Fritz Drabert. Hagemeyer plant seine Fassade durch vermietete Shops aufzubrechen. Das Kaufhaus wird weiter zwei Eingänge haben - zur Bäckerstraße und in Höhe des jetzigen Sparkassengebäudes. Dieses soll im Januar 2008 abgerissen werden. Ein Abbruchantrag sei bereits gestellt, so Drabert. Für den Erweiterungsbau ist rund ein Jahr Bauzeit vorgesehen. Sorgen von anderen Einzelhändlern an der Bäckerstraße und an der Obermarktstraße, mit der Domhof-Galerie und dem erweiterten Kaufhaus Hagemeyer entstünden zwei Riesen, versuchte MD-Geschäftsführer Axel Funke zu zerstreuen. "Das wird hier keine Scharn-Einzelveranstaltung", betonte er. Die Domhof-Galerie sei so angelegt, dass ein Rundlauf durch die Innenstadt entstehe. Davon würden alle Händler profitieren. "Wir wollen auch keine vorhandenen Angebote für die Domhof-Galerie abwerben", so Funke. Die Sortimente sollen sich ergänzen. Auch sei der Scharn weiterhin zum Markt und damit auch für die Geschäfte an der Obermarktstraße offen, so Fritz Drabert, der auch Vorsitzender der Werbegemeinschaft ist. Minden brauche auch Lagen, in denen die Mieten erschwinglich sind.



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