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Kultur-, Sport- und Jugendausschuss der Gemeinde Helpsen will Jugendarbeit aufwerten / Fest-Regelung abgelehnt

Zuschüsse für Nachwuchs, aber nicht für Zeltfeten

Helpsen (gus). Der Kultur-, Sport- und Jugendausschuss der Gemeinde Helpsen hat sich dafür ausgesprochen, Jugend- und Kinderfeuerwehren in gleichem Maße zu fördern wie Sportvereine. Die finale Entscheidung des Rates steht noch aus. Vom Tisch ist der Vorschlag einer Förderpraxis von Zeltfesten.

veröffentlicht am 26.01.2012 um 16:19 Uhr
aktualisiert am 26.01.2012 um 19:25 Uhr

Clemens Pörtner hob hervor, dass die Freiwilligen Feuerwehren extrem wichtig für die Kommunen sind. Und deren Nachwuchsabteilungen seien wiederum für den Fortbestand der Brandschutzgruppen von Bedeutung. Dem pflichtete Ausschussvorsitzender Robin Strozyk bei.

Geld für Jugendarbeit verwenden

Jeder Verein in der Gemeinde erhält einen Zuschuss für jedes beim Dachverband gemeldete, nicht volljährige Mitglied. Dies galt bisher weder für Jugendfeuerwehren, noch für die Kinderabteilungen der Brandschützer. Mit dem Geld sollen Freizeiten, Ausflüge und weitere Unternehmungen finanziert werden.

Wichtig war Horst Struckmann, dass dieses Geld auch verlässlich für die Kinder- und Jugendarbeit eingesetzt wird. Gemeindedirektor Ditmar Köritz vertraut dabei auf die Feuerwehren. Die Förderung soll pro Nase 4,50 Euro betragen. Diese Regelung soll nur für Helpser Kinder und Jugendliche in Helpser Vereinen beziehungsweise Feuerwehren gelten.

An der Förderpraxis von Ausflügen externer Vereine und Organisationen, an denen Mitglieder teilnehmen, die aus der Gemeinde Helpsen stammen, wurde nichts geändert. Auch für diese Kinder können die betreffenden Gruppen Zuschussanträge stellen. Pro Übernachtung und Kind gibt es dann 3,20 Euro.

Außerdem diskutierten die Ausschussmitglieder über eine Unterstützungsregel für Zeltfeste. Vorsitzender Robin Strozyk verwies auf die Nachbargemeinde Seggebruch, wo die Organisatoren fünf Euro pro Quadratmeter Zeltfläche bei öffentlichen Festen beantragen können. Solche Feiern seien teure Angelegenheiten.

Struckmann und Clemens Pörtner sprachen sich gegen eine Förderung von Zeltfeten aus. Diese richteten sich an begrenzte Personengruppen, es sei fraglich, ob die Gemeinde da einspringen soll. Pörtner verwies darauf, dass die Ausrichter es in der Hand haben, ihre Feiern rentabel zu machen.

Ausfall in Meerbeck hat „andere Gründe“

Gemeindedirektor Ditmar Köritz sah eine pauschale Förderung ebenfalls kritisch. Es könne auch in Einzelfällen entschieden werden. Ohnehin gebe es in Helpsen pro Jahr nur ein Zeltfest – das Erntefest Südhorsten. Und dieses habe noch nie mit einem Minus abgeschlossen. Zudem überreiche der Bürgermeister gewöhnlich auch einen finanziellen Beitrag der Gemeinde.

Strozyk gab zu bedenken, dass eine Veranstaltung schnell ins Minus rutschen kann. „Das sieht man ja in Meerbeck“, spielte der Ausschussvorsitzende auf die Absage des dortigen Erntefestes für 2012 an. „Das hatte aber andere Gründe“, meinte Köritz, ohne dies zu präzisieren. Der Antrag wurde mit 2:1 Stimmen abgewiesen.



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