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270 Tiere: Ausstellung "Faszinierende Welt der Spinnen" zeigt auch Reptilien, Amphibien und Insekten

Zuschauer erleben Vogelspinne und Co. hautnah

Bückeburg (mig). Pfui Spinne? Insgesamt 270 Tiere und 111 verschiedene Arten von Spinnen, Reptilien, Amphibien und Insekten konnten am Wochenende in der Schlossremise bewundert werden. "Die Schau sollÄngste und Ekel abbauen", erklärt Tierpfleger Carol Lauenburger.

veröffentlicht am 13.11.2008 um 00:00 Uhr

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Unter anderem präsentierte die "Faszinierende Welt der Spinnen" einige der größten Reptilienarten weltweit, aber auch ein Chamäleon oder die Pantherschildkröte. "Wir wollen mit der Wanderausstellung Wissen vermitteln und verzichten deshalb bewusst auf Effekthascherei", sagt Lauenburger, der seinen Beruf in einem Berliner Zoo erlernt hat. Gemeinsam mit vier Kollegen macht der Pfleger es den Tieren - alles Nachzuchten aus Deutschland - so gemütlich wie möglich. "Wir bieten den Tieren mehr Platz als vorgeschrieben", erklärt er. Neben der Temperatur und der Luftfeuchte ganz wichtig: die kulinarische Versorgung. "Die Tiere bekommen beispielsweise Mehlwürmer oder Grillen, außerdem ganz viel Obst. Auch wenn wir nicht in unserem Heimatquartier in Suckow sind, werden alle Tiere optimal betreut", sagt Lauenburger. Davon konnten sich die Besucher am Sonnabend und am Sonntag selbstüberzeugen. Die Remise war an diesen Tagen fast in einen kleinen Urwald verwandelt, manch eine Amphibie tummelte sich sogar im Freien. Nur ein Käfig schien leer. Wer das Chamäleon sehen wollte, musste ganz genau hingucken. "Wo ist es denn, da ist ja gar nichts drin", fragten sich einige Besucher. Andere Tiere waren da auffälliger; die Tigerpython räkelte sich in einem meterlangen Holzverschlag. "Manche finden diese Tiere eklig, andere einfach grandios", sagt Lauenburger, der selbst ein Schlangenfan ist. "Schlangen sind weder kalt noch glitschig wie ein Aal. Sie bewegen sich wie ein Muskel." Um dieÄngste vor den Amphibien und Reptilien abzubauen, dürfen Besucher sogar den Leguan streicheln oder - unter Aufsicht - eine Würgeschlange umlegen. Lauenburger: "Wir wollen vor allem den Kindern etwas vermitteln, denn die Angst wird von den Eltern auf die Kinder übertragen." Beim neunjährigen Simon aus Bückeburg geht dieses Konzept voll auf: "Kann ich die mitnehmen?" fragt er beim Anblick der Tigerpython. Carol Lauenburger empfiehlt stattdessen eine kleine Kornnatter: "Die Tigerpython wird so groß wie ein Kinderzimmer."

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