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Forstgenossen aus Frenke und Brockensen feiern 125-jähriges Bestehen

Zusammenarbeit funktioniert

Frenke (gm). Vor 125 Jahren erwarben die Frenker Bürger 27 Anteile des 106 Hektar großen Waldbestandes rund um den Eichberg. Der Nachbarort in Brockensen eignete sich seinerzeit 49 Anteile des aus insgesamt 76 Anteilen bestehenden Areals an. Das alles geschah 1886, und die beiden Ilsetaldörfer, die damals noch eigenständige Gemeinden waren, mussten dafür insgesamt 15 000 Reichsmark an das Königliche Regierungshauptamt Hannover bezahlen.

veröffentlicht am 30.07.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 10:21 Uhr

Heute, 125 Jahre später, macht die Anteilverteilung keinen gravierenden Unterschied mehr aus. „In der Geschichte und Tradition der Forstgenossenschaften war es eher selten, dass sich zwei voneinander unabhängige Orte ein gemeinsames Waldgebiet teilten“, berichtete der Vorsitzende der Forstgenossenschaft Frenke-Brockensen, Hans-Heinrich Grave. Er selbst stammt aus Brockensen und hat das Privileg des Vorsitzenden, weil sein Dorf nun mal 22 Anteile mehr hat als die Forstgenossen aus Frenke. „Unsere beiden Dörfer konnten damals nicht die geforderte Summe einzeln aufbringen, und da haben sich unsere Urgroßväter zusammengeschlossen. und seither sind wir die Forstgenossenschaft Frenke-Brockensen“, verdeutlicht Grave, der seit elf Jahren Vorsitzender der aus 35 Mitgliedern bestehenden Forstgenossenschaft ist.

Anlässlich der 125-jährigen Jubiläumsfeier hat Forstgenosse Uwe Hellert aus Brockensen eine über 100-seitige Chronik zusammengefasst, die bei den weit über 100 Besuchern des Jubiläumsfestes, das auf dem Hof von Hartwig Ricke in Frenke gefeiert wurde, ausgezeichneten Anklang fand.

Revierförster und Forstamtmann Karl-Heinz Strohmeyer aus Börry führte die Forstgenossen und Besucher durchs Revier und verdeutlichte anhand von Waldbildern, wie eine Waldschneise nach dem Sturm Kyrill Anfang 2007 von menschlicher Hand neu aufgearbeitet wurde und wieder prächtig gedeiht.

Beim Jubiläum der Forstgenossen konnten sich die Kinder über Tiere des Waldes informieren.

Foto: gm



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