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Unter der Frankenburg: Ast kracht auf Straße - Forstamt schlägt Alarm / Arbeiten beginnen diese Woche

Zur Sicherheit: 20 Buchen müssen weichen

Rinteln (who). Ein starker Ast, der in der vergangenen Woche urplötzlich von einer Buche direkt an der Straße Unter der Frankenburg abgestürzt ist, hat das Niedersächsische Forstamt Oldendorf alarmiert. Wahrscheinlich schon morgen soll ein privates Forstunternehmen aus dem Raum Hannover etwa 20 der bis zu 147 Jahre alten Buchen fällen.

veröffentlicht am 10.06.2008 um 00:00 Uhr

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Christian Weigel, zuständiger Leiter des Forstamtes in Hessisch Oldendorf, sowie Revierförster Heiko Gropp erklärten bei einem Pressegespräch den Hintergrund: Der Anwohner, vor dessen Haus der Ast niedergegangen ist, habe verständlicher Weise die Räumung und die Entnahme der Bäume verlangt, von denen weitere Gefährdungen ausgehen könnten. "Zum Glück ist nichts passiert, aber wir haben uns entschlossen, spontan zu reagieren, und ein Forstunternehmen beauftragt, die fraglichen Altbäume zu entnehmen, obwohl jetzt keine Einschlagzeit ist", so Weigel. Der abgebrochene Ast und die Bruchstelle an der mächtigen Buche weisen keine Faulstellen auf, zeigen Gropp und Weigel. Nichts habe darauf hingedeutet, dass der Ast die Last des frisch gewachsenen Laubes nicht habe tragen können. Doch immer hätten in den vergangenen Jahren in regelmäßigen Abständen von der Kanzel eines Hubwagens aus ins Straßenprofil eingewachsene Äste entfernt werden müssen. "Dabei entstehen zwangsläufig Verletzungen an den Bäumen, die im Zusammenhang mit deren hohem Alter dazu beigetragen haben könnten, dass viele der Randbäume Schäden aufweisen", vermutet Weigel. Deshalb sei aus Sicherheitsgründen die unverzügliche Fällung beschlossen worden. Weigel weiter: "Mit dieser Maßnahme kann nicht bis zum Beginn der regulären Einschlagzeit im Herbst gewartet werden, da nicht auszuschließen ist, dass weitere Äste oder größere Stammteile auf die Straße oder die benachbarten Häuser herunterfallen können, etwa infolge eines Gewittersturms." Inzwischen hat das Forstamt sämtliche infrage kommenden Buchen mit Signalfarbe kennzeichnen lassen. Was jetzt kommt, ist Sache des Forstunternehmens, das auf Fällungen und Holzbergung unter erschwerten Bedingungen spezialisiert ist. Denn: Durch das steile Profil der Weserbergkette sind die Randbuchen zur Straße hingeneigt und müssen bei der Fällung am Stahlseil per Seilwinde gesichert und von der Straße und den Anwohnerhäusern weg in den Waldbestand hineingezogen werden. Der Waldrand werde danach wohl nicht mehr wiederzuerkennen sein, befürchtet Weigel. Grund: Es sei auch bei größter Sorgfalt nicht möglich, so mächtige Bäume zu Boden zu bringen, ohne dass Äste von Nachbarbäumen abgerissen oder das Unterholz in Mitleidenschaft gezogen werden. Heiko Gropp machte darauf aufmerksam, dass die Fällaktion in unmittelbarer Nähe der Straße ebenfalls aus Sicherheitsgründen auch Einschränkungen für den Frankenburg-Verkehr bedingen wird. "Dabei ist es wahrscheinlich, dass wir die Straße sogar zeitweise ganz sperren werden müssen."



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