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Zu: „Immer öfter Gewalt gegen Frauen“, vom 26. November

Zunehmende Aggressivität in den Familien

In dem Bericht geht es darum, dass Gewalt gegen Frauen, ausgeführt durch deren Partner oder Ehemänner, ständig wächst und diesbezüglich kein „Licht am Ende des Tunnels“ zu sehen ist. Und weil dies aus gesellschaftspolitischer Sicht gar nicht gut aussieht, soll nun der Aus-, Um- und Neubau von Frauenhäusern vorangetrieben werden, um Frauen und ihren Kindern vor häuslicher Gewalt einen Zufluchtsort bieten zu können.

veröffentlicht am 17.12.2019 um 17:14 Uhr
aktualisiert am 17.12.2019 um 20:00 Uhr

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Diese Nachricht hat mich überrascht, da das Leitthema in Bezug zu „Gewalt gegen Frauen“ bisher hieß: „Wer schlägt, muss gehen.“ Da diese Regel auch bei jeder Polizeidienststelle bekannt ist, wäre es doch ein Leichtes, den gewalttätigen Partner oder Ehemann aus der gemeinsamen Wohnung zu verbannen, sodass dieser sich eine neue Bleibe suchen muss. Auf diese Weise blieben die betroffenen Kinder, denn diese sind die Leidtragenden in dem Konflikt ihrer Eltern, in ihrer vertrauten Umgebung, was für ihre emotionale Entwicklung und Gesundheit enorm wichtig wäre.

Das zweite Problem zeigt eine zunehmende Aggressivität von Männern und Frauen gegenüber ihren Kindern, die schon sehr früh sichtbar wird in ihrem Verhalten diesen gegenüber. So erlebte zum Beispiel eine Mutter, als sie ihren etwa achtjährigen Sohn ermahnte, er möge mit seinem Kuchen nicht so herumschmieren, dass dieser sagte: „Halts Maul, Alte.“ Seine Mutter reagierte darauf gar nicht, weil sie diese Ansprache offensichtlich in ihrem Zuhause kannte.

Eine andere Erfahrung machte ein etwa 13-jähriger Junge, als dieser sich bei seinen Eltern, die vor einem Supermarkt noch eine rauchten, beschwerte, sie mögen sich beeilen, es sei kalt. Da sagte seine Mutter: „Halte endlich dein Maul, sonst trete ich dir gleich in die Eier.“ Kinder brauchen Wertschätzung von ihren Eltern, Bezugspersonen und positive Vorbilder. Wird ihnen dieses verwehrt durch eine launenhafte, rigide und lieblose Erziehung, ist das nichts anderes als Gewalt am Kind und verbaut diesem eine positive, partnerschaftliche Entwicklung und Zukunft.

Da stellt sich doch die Frage nach der Ursachenforschung, nämlich: „Was macht diese Männer so sehr wütend, dass diese handgreiflich werden?“



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