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...aber der Liebe Gott hat geholfen / Pastor Ingo Röder geht in den Ruhestand /Abschiedsgottesdienst

Zunächst Schwierigkeiten mit der freien Predigt

Bückeburg (bus). Am morgigen Sonntag, 24. Juni, wird Pastor Ingo Röder offiziell aus den Diensten der evangelisch-lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe verabschiedet. Der Abschied erfolgt im Rahmen eines in der Stadtkirche gemeinsam von Röder und Landesbischof Jürgen Johannesdotter ausgestalteten Gottesdienstes. Beginn ist um 14 Uhr. Anschließend gibt eseinen Empfang im Gemeindehaus.

veröffentlicht am 23.06.2007 um 00:00 Uhr

Pastor Ingo Röder wird am morgigen Sonntag offiziell aus den Die

Der in den passiven Teil der Altersteilzeit wechselnde 63-Jährige blickt auf 36 Jahre Pfarrdienst zurück. "Man muss sowohl in die Bibel als auch auf die Welt schauen", lautet eine der Erkenntnisse des allseits beliebten Geistlichen. Röder, in Göttingen geboren und seit 1970 mit Ehefrau Ursula verheiratet, wirkte zunächst - im Vikariat und als Pastor - in der St. Bartholomäus-Gemeinde Meerbeck. In Bückeburg war er von 1985 bis 1995 für den Pfarrbezirk IV und anschließend für den Pfarrbezirk II zuständig. Für den "vorher nie für möglich gehaltenen" Umzug in die ehemalige Residenzstadt gab nicht zuletzt die Musikbegeisterung von Tochter und Sohn den Ausschlag - vom Pfarrhaus an der Georgstraße war es nur ein Katzensprung zur Musikschule Schaumburger Märchensänger. Der "Göttinger" hinterlässt in Bückeburg, wo er nach dem aktuellen Umzug an die Adolf-Holst-Straße auch seinen "Unruhestand" genießen möchte, zahlreiche Spuren. Vor allem in der Kinder- und Jugendarbeit, zwei von Röders Lieblingsfeldern, setzte er prägende Akzente. Aber auch das 16 Jahre lang vonihm betreute Periodikum der Landeskirche "Gruß der Kirche" und die von Hilfstransporten, Studienfahrten und Jugendbegegnungen begleiteten sehr intensiven Kontakte nach Königsberg/Kaliningrad profitierten ungemein vom Mittun des Theologen. Dass nach 31 Besuchen die Hilfslieferungen wegen der momentan schwierigen Grenzsituation "auf Eis liegen", trübt die private Bilanz ein wenig. Im persönlichen Rückblick gewährt der Gottesmann auch den Blick auf einige Schwachstellen. "Mit der freien Predigt und Beerdigungen hatte ich anfangs große Schwierigkeiten", räumt Röder ein. Bei der Bewältigung des späteren Lebensweges hätten ihm zwei Wesen gute Dienste erwiesen. Einerseits ein sehr engagierter Deutschlehrer und auf der anderen Seite der Liebe Gott. "Der hat mich eines Tages eine Beerdigungspredigt zuhause vergessen lassen." Zukünftig sollen die Steckenpferde Garten und Basteln etwas mehr als bislang zu ihren Rechten kommen. Was den Bückeburgern den Fortbestand der populären weihnachtlichen Krippenausstellung verspricht. Daneben stehen Reisen auf dem Programm. Röder: "Ich möchte noch ein bisschen von der Welt sehen."Ein gewöhnliches Rentnerdasein kann sich der Geistliche unterdessen - "schon wegen der vielen Bekanntschaften" - nicht vorstellen. Dagegen spricht auch Röders Auffassung von "Gottesdienst". "Gearbeitet" wird bis zum letzten Tag. Für den 30. Juni ist in der Stadtkirche, so die Fürstenhochzeit nicht allzu sehr überzogen wird, eine Taufe vorgesehen.



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