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Geschichtswerkstatt der Herderschule für "Gedenkmarsch-Projekt" ausgezeichnet / Dokumentation und Ausstellung

Zum vierten Mal gibt es den Schülerfriedenspreis

Bückeburg. Die Geschichtswerkstatt hat im April 2007 unter großer Anteilnahme der Bevölkerung einen 60 Kilometer-Gedenkmarsch von Lahde nach Hannover-Ahlem in Erinnerung an den Todesmarsch vom April 1945 unternommen. Damals waren die letzten noch marschfähigen Zwangsarbeiter des "Arbeitserziehungslagers Lahde" nach Hannover getrieben worden. Von denen, dieden Marsch überlebten, wurden 154 - vorwiegend russische Häftlinge - auf dem Seelhorster Friedhof erschossen.

veröffentlicht am 16.02.2008 um 00:00 Uhr

Das Kultusministerium informierte die Geschichtswerkstatt im Dezember 2007, dass sie für dieses "Gedenkmarsch-Projekt" mit einem Niedersächsischen Schülerfriedenspreis 2007 ausgezeichnet wird (das Datum der Preisverleihung steht noch nicht fest). Nach 1997, 2001 und 2006 erhält die Geschichtswerkstatt für ihre aktive Erinnerungsarbeit gegen das Vergessen bereits zum vierten Maldiese hohe Auszeichnung. Über diesen Gedenkmarsch, der in Zusammenarbeit mit der Realschule Lahde und der Mahn- und Gedenkstätte Ahlem erfolgte, hat die Geschichtswerkstatt jetzt eine Dokumentation herausgebracht, die von der Schaumburger Landschaft finanziell unterstützt wurde: "Nach Hannover in den Tod - 60 Kilometer Gedenkmarsch gegen das Vergessen in Erinnerung an den Todesmarsch Lahde-Ahlem vom April 1945". Diese Broschüre kostet fünf Euro und ist ab sofort erhältlich in der Herderschule Bückeburg sowie in den Bückeburger Buchhandlungen Frommhold und Scheck. In Zusammenarbeit mit der Realschule Lahde hat die Geschichtswerkstatt eine Ausstellungüber diesen Gedenkmarsch erstellt. Diese Ausstellung mit dem Titel "Nach Hannover in den Tod" ist im Moment noch bis zum 19. Februar in der Sparkasse Lahde zu sehen. Vom 21. Februar bis zum 28. Februar ist diese Ausstellung dann in der Hauptstelle der Sparkasse zu sehen. Bei der Ausstellungseröffnung am Donnerstag, 21. Februar, um 17.30 Uhr wird die Dokumentation vorgestellt und ein Film über den Gedenkmarsch gezeigt, der im Auftrag der Gedenkstätte Ahlem gedreht worden ist. Mit diesem Projekt sollen auch weiterhin ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus Belarus unterstützt werden. Die Präsidentin der Hilfsorganisation ehemaliger KZ-Opfer, Professor Olga Nechaj, hat im Januar in der Herderschule über die aktuelle Situation in Belarus vorgetragen. Spenden erden auf folgendes Spendenkonto der Geschichtswerkstatt erbeten: Verein der Herderaner, Konto 322 239 369, BLZ 255 514 80, Sparkasse Schaumburg, Stichwort: Belarus (auch die Realschule Lahde unterstützt weiterhin dieses Projekt).



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