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Vertraute Umgebung im Anna-Mensching-Haus des Diakonie-Pflegedienstes hilft dem Kranken

Zum Urlaub vom Pflegealltag ins "Cafe Oase"

Bückeburg (mig). Alles neu ...: "Cafe Oase - Betreuungsangebot" nennt der Diakonie-Pflegedienst Bückeburg ab sofort seinen Gruppennachmittag für Demenzpatienten in der ausgebauten Etage an der Petzer Straße 47. In gemütlicher Atmosphäre können Kranke und Angehörige jeden Mittwoch zwischen 14 und 18 Uhr Urlaub vom Pflegealltag machen.

veröffentlicht am 03.02.2007 um 00:00 Uhr

"Café Oase": Gemeinsames Vorlesen wird groß geschrieben, hier si

Der demographische Wandel hält auch in Bückeburg Einzug - in der ehemaligen Residenzstadt leben immer mehr alte und demente Menschen. Seit 2003 veranstaltet der Diakonie-Pflegedienst deshalb einen offenen Treff für Menschen, die unter Vergesslichkeit leiden oder Probleme mit der Tagesstrukturierung haben. Jetzt ist der Diakonie-Pflegedienst mit dem Angebot an die Petzer Straße 47 umgezogen, gleichzeitig wurde der Betreuungsnachmittag in "Cafe Oase" umbenannt. "Damit wollen wir die Leute noch mehr ansprechen, sie sollen das Gefühl haben zu einer Oase zu kommen", erläutert Elisabeth Stummeier die Namensänderung. Auch mit den neuen Räumlichkeiten ist die Pflegedienstleiterin sehr zufrieden. Sie freut sich vor allem über das große Platzangebot, das ihr das Anna-Mensching-Haus bietet. "Dadurch können wir auch unterschiedlichen Interessen Rechnung tragen", betont sie. Bisher eingerichtet sind ein "Snozzle-Raum", ein Gymnastik raum, ein Aufenthaltsraum, sowie eine Küche, in der die Gäste auch kochen können. Gemeinsame Aktivitäten sind aber kein Muss: Vorrangiges Ziel des "Cafe Oase" ist es, Angst und Unruhe der Kranken zu lindern und alte Verhaltensmuster zu reaktivieren. Dabei gehen die Teammitglieder sehr kreativ vor: Zum Repertoire gehören Ausflüge in die Hofreitschule, Tanztees, Gedächtnistraining oder Schlagerder 50er und 60er. Wichtig ist, dass das Angebot die Gäste anspricht - vor allem eine vertraute Umgebung hilft dem Kranken, sich in die Situation hineinzufinden. "Als wir die Etage ausgebaut haben, haben wir fast nur alte Möbel verwendet, damit sich die Leute hier wohlfühlen", erläutert die Pflegedienstleiterin das zugrundeliegende Konzept. Um Kontinuität zu gewährleisten, wurde im "Cafe Oase" zudem eine 1:1-Betreuung eingerichtet. Die hohe Personalbelastung kann aber nur deshalb aufrechterhalten werden, weil auch viele Ehrenamtliche bei den Nachmittagen helfen. Elisabeth Stummeier: "So eine Sache steht und fällt mit dem Engagement der Mitarbeiter, daran kann man sich keine goldene Nase verdienen." Das ist allerdings auch gar nicht das Ziel - "ein wichtiges Anliegen ist es, die Angehörigen der Kranken zuentlasten. Ein Mensch, der pflegt, braucht auch mal Zeit für sich", betont die Pflegedienstleiterin. Wer sich für das Angebot des Diakonie-Pflegedienstes interessiert, kann jederzeit kostenlos "schnuppern" und sich die neuen Räume des "Cafe Oase" anschauen. Termin: Das "Cafe Oase" hat jeden Mittwoch zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet. Integrativer Bestandteil des Angebots ist ein Gesprächskreis für Angehörige, der jeden zweiten Mittwoch im Monat zwischen 14 und 15 Uhr stattfindet. Kontakt: Ansprechpartnerin ist Elisabeth Stummeier: (05722) 95 59-0.

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