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Die Schülervertreter des Gymnasiums Bad Nenndorf (GBN) geben nicht auf, für das Bleiberecht ihrer Mitschülerin Arewik Karapetian zu kämpfen. Mit Unterstützung der Elternvertretung werden sie ihrem Anliegen jetzt Nachdruck verleihen. Heute werden die Schüler und die SV-beaufragte Lehrerin Anne Pardeyke sowie die Vorsitzende des Schulelternrates Gitta Matthes um 10 Uhr zum Gymnasium Ernestinum nach Rinteln fahren. Dort steht eine Schulveranstaltung auf dem Programm, bei der Landtagsabgeordnete sowie Vertreter von Stadt, Landkreis, Schule und Kirchenkreis über das aktuelle Ausländerrecht diskutieren werden.

veröffentlicht am 21.06.2007 um 00:00 Uhr

Mit Telefon, Fax und Unterstützung der Sekretärinnen hat die Sch

Die Schülervertretung (SV) will den Fall der Rodenberger Mitschülerin dort ansprechen. Auch nach dem stressigen Montag haben die Jugendlichen noch Energie. Sie hatten sich sofort nachdem sie von dem Schicksal Arewiks erfuhren ins Zeug gelegt. Sogar beim Verwaltungsgericht Hannover waren sie vorstellig geworden. "Wir wolltenÖffentlichkeit herstellen", sagt SV-Vertreter Moritz Stadelmaier. "Zuerst haben wir die Radios informiert, damit sie ihr Programm unterbrechen", erzählt dessen Mitstreiter Aaron Hecking vom ereignisreichen Montagmorgen. Ob das geklappt hat, wissen sie nicht. Nur eines wissen sie: Zurzeit hat Arewik erstmal drei Monate Spielraum. Pro Asyl und Flüchtlingsrat sind ebenfalls durch die Schüler aufmerksam geworden. Der Landkreis blockte am Montag allerdings ab. Doch nun will sich die SV auch diesem gegenüber ins Zeug legen. Und er will sich an den Ministerpräsidenten wenden. Ganz nebenbei war am Montag eine Unterschriftenaktion gestartet worden. 560 Unterschriften und mehrere Briefe kamen zusammen. "Es war alles extrem eng", erinnert sich Matthes an die entscheidenden Minuten, die den Abflug des Mädchens verhinderten. Der Elternratsvorstand hat eine Erklärung verfasst. Sie wirft dem Landkreis als Schulträger vor, ein doppeltes Spiel zu spielen. Auf der einen Seite solle die Schule Werte vermitteln, auf der anderen Seite werde die Menschenwürde mit "Füßen getreten". Beides gehe nicht zusammen. GBN-Rektorin Irmtraud Gratza-Lüthen bestätigt, dass es der Schule wichtig ist, Grundwerte zu vermitteln. Für sie ist der Vorgang auch deshalb unverständlich, weil Arewik als Schülerin "voll integriert" und die Mutter auf der Suche nach Arbeit gewesen sei. Gymnasium Bad Nenndorf kämpft weiter für Bleiberecht der Schülerin



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