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Hohe Müttersterblichkeit in Entwicklungsländern ist vermeidbar

Zum Muttertag informiert amnesty-Gruppe

Hameln. Am Vortag des Muttertages machten die Hamelner ai-Mitglieder auf die Kampagne von amnesty international „Mutter werden. Ohne zu sterben“ aufmerksam. Weltweit sterben jährlich mehr als 500 000 Frauen bei der Entbindung. Neben Armut und mangelnder medizinischer Versorgung sind auch Kinderheiraten eine der Ursachen für Müttersterblichkeit. Ein anderer Risikofaktor ist die Genitalverstümmelung.

veröffentlicht am 19.05.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 19:41 Uhr

Insbesondere in West- und Zentralafrika ist die Gefahr, als werdende Mutter zu sterben, höher als in jeder anderen Weltregion. Länder wie Sierra Leone und Burkina Faso bilden die traurige Spitze. Aber auch in den USA fällt die höhere Sterblichkeit von afroamerikanischen Müttern auf. Amnesty hält das für einen Menschenrechtsskandal.

In der Hamelner Fußgängerzone sammelten die ai-Mitglieder Unterschriften für eine Petition, die sich für eine Verbesserung der Lage der Mütter in Burkina Faso einsetzt. Diese Unterschriften werden deutschlandweit gesammelt und dem Botschafter von Burkina Faso übergeben.

Die Hamelner unterstützen damit auch eine von Amnesty international initiierte „Karawane der Hoffnung“, die durch Burkina Faso zog. Mit Trucks und Kamelen führte die Karawane durch die Sahel-Region, um die Frauen vor Ort über ihre Rechte zu informieren. Besonders bewegend war für die Karawanenteilnehmer, wie viele Menschen begeistert auf sie reagierten.

Die Hamelner Gruppe von amnesty international gibt es schon seit 30 Jahren. Neben Informationsarbeit in der Fußgängerzone besucht die Gruppe Schulklassen, um über die Ziele und Aufgaben von ai zu informieren und um aktiv Menschenrechtserziehung zu leisten. Es werden gemeinsam mit verschiedenen Kirchengemeinden Gottesdienste gestaltet. Vorträge im Hamelner Forum begleiten die Aktivisten mit Unterschriftenaktionen. Ihre Informationen und gut recherchierte Einzelfälle bekommt die Gruppe von der Zentrale in Berlin. „Bei welchen Kampagnen wir uns beteiligen und für wen wir uns einsetzen, bleibt uns überlassen“, sagt die Ansprechpartnerin der Gruppe, Heike Lüders-Heider. Weltweit beteiligen sich viele Tausend Menschen mit Appellschreiben gegen Menschenrechtsverletzungen.

Interessenten, die sich mit neuen Ideen in die Gruppe einbringen möchten, sind willkommen. Die ai-Ortsgruppe trifft sich alle zwei Wochen dienstags um 19.30 Uhr abwechselnd in der Sumpfblume und in der Walkemühle“. Infos auch auf www.wesio.de



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