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Kommission des Kreiswettbewerbs auf Bewertungstour in Kleinenbremen

Zum Angucken und Nachlesen: Gold-Dorf zeigt sich auf 32 Seiten

Kleinenbremen (ly). Donnergrollen aus der Ferne, dunkle Wolkenüber Kleinenbremen. Das Unwetter zieht vorüber. Es hätte ruhig niederkommen können. "Kleinenbremen ist auch bei Regen schön", sagt Friedrich Vogt, Vorsitzender des Bezirksausschusses.

veröffentlicht am 17.06.2008 um 00:00 Uhr

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Schön allein reicht nicht. Vielmehr geht es im Kreiswettbewerb der Minden-Lübbecker Dörfer zunehmend um Entwicklung und bürgerschaftliches Engagement. Beim Empfang für die Bewertungskommission von "Unser Dorf hat Zukunft", ausgerichtet vom Bezirksausschuss, bekamen die Besucher in Kleinenbremen daher gleich zu Beginn eine 32-seitige Broschüre voller Farbfotos und Texte in die Hand gedrückt. Extra für den Wettbewerb hat das Ortsgremium dieses umfangreiche Heft herausgegeben. Aufgeteilt hatten die Lütkenbremer ihre Präsentation in vier Kategorien: Nutzung von Energie, "Kinder sind unsere Zukunft", erfolgreiche Aktivitäten und "Altes neu beleben". Belebt werden zurzeit zum Beispiel das Meierhof-Backhaus, das innerhalb des Dorfes auf den Mönkhoff-Hof umgezogen ist, sowie die Mönkhoffsche Wassermühle, wo der Heimatverein eine Energie- und Kulturwerkstatt einrichtet. Beim Thema Energienutzung setzt das Dorf (rund 2600 Einwohner) auf Energie aus dem Mühlenbach oder eine Solargemeinschaft, die gerade gegründet wird. Zu Aktivitäten von Bürgern gehör(t)en der erbitterte Widerstand gegen einen Sprengbetrieb in der Grube "Bergmannsglück", dessen Ansiedlung verhindert wurde, außerdem der anhaltende Kampf für ein neues Pausendach an der Schule. Und für lütte Kleinenbremer gibt's die "Verlässliche Grundschule" sowie demnächst das von der Stadt befürwortete "Familienzentrum" des Kindergartens im Verbund mit Nammen. "Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist uns ganz wichtig", so Friedrich Vogt, der nach den Reaktion der Jury "ein positives Gefühl" hatte: "Das war eine runde Sache." Mit einem Schönheitsfehler: Dr. Gerhard Franke, Chef der Kommission, ließ durchblicken, dass der Bereich "Grün" etwas kurz gekommen sei. Punkte machen kann das Dorf dafür mit seiner Feuerwehr, die für ihr vorbildliches Projekt zur Kinderbetreuung (ganzjährig 24 Stunden am Tag) kürzlich den Förderpreis "Florentine" bekommen hat. "Wir haben Anfragen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum", berichtete Löschgruppenführer Kai Lichte. Im Gold-Jahr 2005 hatten die Dörfler ihre zwei Stunden zur Vorstellung deutlich überzogen und sich deshalb Sorgen gemacht. Diesmal waren sie auf die Minute genau fertig. "Es dauert, weil die Kleinenbremer viel zu zeigen haben", so Dr. Franke während der Begrüßung. "In diesem Bergdorf bewegt sich sehr viel", erinnerte er anfrühere Siege. Im Dorfwettbewerb hat Kleinenbremen bereits mehrere Erfolge errungen, zuletzt vor drei Jahren einen ersten Platz in der Kategorieüber 2500 Einwohner. Zuvor war dies bereits 1999, 1992 und 1987 geglückt. In den Annalen stehen seit 1983 außerdem zweite und dritte Ränge sowie zwei Bronzemedaillen auf Landesebene. Diesmal tritt Kleinenbremen in der Sondergruppe für Siegerdörfer an. Alle Ergebnisse sollen am Mittwoch, 25. Juni, in der Stadthalle Lübbecke verkündet werden.



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