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100 Jahre Musikzug: Frühlingskonzert in voll besetzter Kirche / Die sieben „Minis“ begeisterten mit ihrer frischen Art

Zum 100. gibt’s ein Geburtstagsständchen in der Kirche

Hameln (hx). 100 Jahre Musikzug, das musste musikalisch auf jeden Fall gefeiert werden. Und da bot die altehrwürdige tündersche Kirche genau den richtigen Hintergrund. Und obwohl es draußen stürmte und regnete, ging drinnen die Sonne auf, als die 35 Kinder mit ihren Instrumenten in die voll besetzte Kirche einzogen. „Viel Platz ist hier für die immerhin 28 Musikerinnen und Musiker nicht vorhanden“, meinte die Übungsleiterin Christine Hennecke.

veröffentlicht am 24.03.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 23:41 Uhr

Hameln (hx). 100 Jahre Musikzug, das musste musikalisch auf jeden Fall gefeiert werden. Und da bot die altehrwürdige tündersche Kirche genau den richtigen Hintergrund. Und obwohl es draußen stürmte und regnete, ging drinnen die Sonne auf, als die 35 Kinder mit ihren Instrumenten in die voll besetzte Kirche einzogen. „Viel Platz ist hier für die immerhin 28 Musikerinnen und Musiker nicht vorhanden“, meinte die Übungsleiterin Christine Hennecke. „Aber trotz der Enge wollen die jungen Musiker für die Zuhörer einiges bieten!“ So manch kleiner Nachwuchsmusiker war gar hinter seinem Notenständer kaum zu sehen, aber hören konnte man alle. Nach der Begrüßung durch Pastorin Mareile Glaubitz öffnete die Intrade von Georg Phillip Telemann eine Tüte musikalischer Bonbons, gemixt aus Klassik, Chorälen, Volksliedern und Pop. Da erklangen Lieder von seltsamen Trompetenschweinen, Wäscheklammerkrokodilen und wilden Pferden, frisch gesungen und pfiffig rhythmisch begleitet von den sieben „Minis“ des Orchesters. Mit den Älteren reisten die Zuhörer in die weite Welt. Es ging auf die Titanic mit „My heart will go on“ über den Großen Teich zu „Old McDonald“ zu „ Micky Mouse“ und zum „Little girl from Trinidad“. Bei „Caribbean Crustacean“ und „Little brown Jug“ wurde deutlich, dass die Nachwuchsmusiker nicht nur die gängigen Rhythmen spielen können, sondern auch mit Swing und karibischem Feeling in der Lage waren, das Publikum zu begeistern. Auch die Freunde der eher ruhigen, traditionellen Musik kamen auf ihre Kosten und konnten sich bei der Begleitung zum gemeinsam gesungenen „Geh aus, mein Herz“ und beim „Irischen Reisesegen“ am Schluss des Konzertes auch davon überzeugen, dass Choräle mit ihrer atmosphärischen Dichte und getragenen Grundstimmung vom Jugendorchester schon sehr gut beherrscht werden, selbst wenn dann und wann auch mal ein leiser Ton danebenging. Nicht nur die Zuhörer, auch der Vorsitzende des Musikzuges, Karl-Friedrich Meyer, war von der musikalischen Leistung, die Christine Hennecke mit den Kindern vorgeführt hatte, begeistert: „Ihrem Geschick, ihrer Geduld und Ruhe, aber auch ihren eindeutigen, klaren Impulsen beim Dirigieren, ist es gelungen, die musikalischen Entwicklungsschritte der unterschiedlichen Altersgruppen zu einer Einheit zu formen.“



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