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Landkreis um 47 Plätze verbessert

Zukunftsatlas '07: Schaumburg auf derÜberholspur

Landkreis (gus). Der Landkreis Schaumburg befindet sich auf derÜberholspur. Gemeint ist jedoch nicht, dass sich Arbeiter der Verwaltung an der A 2 zu schaffen machen. Vielmehr hat Schaumburg sich in der Rangfolge der deutschen Städte und Landkreise in puncto Zukunftsaussichten um 47 Plätze verbessert. Auch der Vergleich mit den Nachbarkommunen ist positiv.

veröffentlicht am 29.03.2007 um 00:00 Uhr

Die Werte für Wirtschaftswachstum und Arbeitslosigkeit gehören z

Ausschlaggebend ist der so genannte "Zukunftsatlas 2007" des Instituts "Prognos". Dieser berücksichtigt Indikatoren aller 439 deutschen Landkreise und kreisfreien Städte (wir berichteten vorgestern im überregionalen Teil). Schaumburg war bei der vorherigen Studie (2004) auf Platz 229 positioniert und ist nun auf 182 vorgerückt. Damit liegt "SHG-Land" im vorderen Mittelfeld und hat dieLücke zur Region Hannover erheblich verkleinert. Diese rangiert auf 129, hat sich um zwölf Plätze verschlechtert. Ebenfalls negativ ist der Trend für Hameln-Pyrmont, das von 283 auf 292 zurückgestuft wurde. Der Landkreis Nienburg liegt auf Platz 371 (-43). Stärker verbessert als Schaumburg steht Diepholz auf Rang 186 da: Um 67 Plätze ging es aufwärts. Minden-Lübbecke ist in der näheren Umgebung inzwischen der Primus: Platz 124 (+69). In die für das Handelsblatt angefertigte Studie fließen 29 Einzelindikatoren ein. Diese werden zu den übergeordneten Faktoren-Gruppen Arbeitsmarkt, Innovation, Soziale Lage und Demografie zusammengefasst. Für jede Gruppe wird eine nationale Rangfolge aufgestellt und die Veränderung (Dynamik) zu 2004 festgestellt. Anschließend wird eine Gesamtwertung angefertigt. Ausschlaggebend für die verbesserte Position Schaumburgs ist nach Worten eines "Prognos"-Sprechers ein hohes Maß an Innovation. Gemessen wurde dies beispielsweise anhand der angemeldeten Patente. In der Statistik liegt Schaumburg bundesweit auf Rang 117. Sogar auf Platz 33 befindet sich der Landkreis gemessen am Anteils der arbeitenden Bevölkerung, der in Forschung und Entwicklung tätig ist: Dieser liegt bei 2,1 Prozent. Bundesdurchschnitt sind 1,1 Prozent. Ein weiterer Pluspunkt für unseren Landkreis ist das Verhältnis von Schulden zu Steuereinnahmen. Dieses liegt bei 145:100. Der Schnitt beträgt 400:100. Selbstverständlich gibt es Wermutstropfen. Und diese sind nicht nur altbekannt sondern auch erheblich. Schwach im Vergleich zu den erwähnten Werten schneidet Schaumburg auf dem Arbeitsmarkt ab. 10,1 Prozent Arbeitslosigkeit bedeuteten eine Steigerung gegenüber dem Referenzwert aus 2002. Der Bundestrend im Vergleichszeitraum war rückläufig. Der zweite Negativfaktor ist der demografische Wandel. Der Anteil der unter 18-Jährigen beträgt in Schaumburg 11,7 Prozent. Bundesschnitt 14,1 Prozent. Außerdem hat unser Landkreis seit 2004 0,3 Prozent seiner Bevölkerung verloren. Mit der insgesamt positiven Entwicklung hat Schaumburg unter anderem die niedersächsischen Kommunen Emden (Platz 348, -259), Salzgitter (253, -106) und Goslar (261, -133) hinter sich gelassen. Auch Bremen (220, -21), Dortmund (233, -79) und Bochum (251, -36) wurden überflügelt. Für das schwache Abschneiden Nienburgs ist übrigens laut "Prognos"-Sprecher das sinkende Wirtschaftswachstum (-9,1 Prozent) gegenüber 2002 ausschlaggebend - bei bundesweitem Aufwärtstrend. Schaumburgs Wirtschaftswachstum ist leicht (-0,7 Prozent) geschrumpft.

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