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Sperrmüllhaufen in Flammen: Vorsatz?

Zugemüllt und abgefackelt

Stadthagen (gus). In der vergangenen Woche haben sich Anwohner der Jauerstraße in Stadthagen beim Landkreis über einen Sperrmüllhaufen auf einem Grundstück beschwert. Dieser ist inzwischen abgebrannt: absichtlich oder versehentlich angesteckt, fragen sich die Behörden.

veröffentlicht am 26.04.2007 um 00:00 Uhr

Gegen 23.40 Uhr sind Polizei und Feuerwehr am Dienstagüber den brennenden Sperrmüll informiert worden. Die Flammen loderten beim Eintreffen der Rettungskräfte fünf Meter hoch, berichten diese. Die Fassade des Mehrfamilienhauses auf dem Grundstück sei stark erhitzt gewesen. "Eine Scheibe ging zu Bruch, und mehrere Kunststoffmülltonnen verbrannten", so der Polizeibericht. Als Brandursache kommt nach Ansicht der Ermittler nur Brandstiftung in Frage. Ob vorsätzlich oder fahrlässig - beispielsweise durch eine weggeworfene Zigarette - stehe noch nicht fest. Die Polizei, (05721) 4 00 40, bittet um Hinweise zum Tathergang. Bis zum Brand wäre es nicht gekommen, wenn sich die Verursacherin des Sperrmülllagers nach den Vorgaben der zuständigen Abfallwirtschaftsgesellschaft Schaumburg (AWS) gerichtet hätte. Laut Kreispressesprecher Klaus Heimann gilt, dass Sperrmüll am Tag der Abfuhr herausgestellt wird. Eine ehemalige Anwohnerin des Hauses an der Jauerstraße habe den Abfall jedoch erst angemeldet, nachdem erste Beschwerden beim Landkreis eingegangen waren. Die Abfuhr sei dann auf den 30. April terminiert worden. Die AWS-Vorgabe kommt nicht von ungefähr. Die kurze Frist soll verhindern, dass sich jemand am Sperrmüll zu schaffen macht, erklärt Hei mann. Dieser könne anwachsen, sich "von selber auflösen" - oder angesteckt werden. Auf die Verursacherin des Haufens an der Jauerstraße könnte wegen der extremen Frist-Überschreitung eine Ordnungsstrafe zukommen, so der Pressesprecher des Landkreises.



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