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Bürgermeister regt Einführung an Grundschulen an / Partnerstadt Kendal Vorbild

Zugehörigkeitsgefühl zur eigenen Schule stärken - durch Uniformen

Rinteln (cok/wm). Schuluniformen an Rintelner Grundschulen? Eine einheitliche Kleidung für alle Schüler? Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz ist von dieser Idee so angetan, dass er in seiner Neujahrsansprache im Brückentorsaal für solche Pläne die finanzielle Unterstützung der Stadt versprach.

veröffentlicht am 16.01.2008 um 00:00 Uhr

Bunt gemischt ist noch heute die Kleiderordnung an den Rintelner

Wer sich an den beiden Rintelner Stadt-Grundschulen umhört, wird sehen, dass eine einheitliche Oberbekleidung für Erst- bis Viertklässler durchaus auf Interesse bei Schülern, Lehrern und Eltern stößt. Dabei steht gar nicht so sehr das Thema "Markenkleidungszwang" im Mittelpunkt, sondern viel mehr der Wunsch, durch schultypische T-Shirts und Sweatshirts ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu unterstützen, das die Kinder auf wohltuende Weise verstärkt mit ihrer Schule, dem Ort des Lernen, verbinden würde. Die Anregung, Schuluniformen einzuführen, kam aus Rintelns englischer Partnerstadt Kendal, wo alle Schüler - wie allgemein in England üblich - seit jeher einheitliche Schulkleidung tragen. Sie soll dazu beitragen, dass soziale Unterschiede, die sich schon äußerlich an der Art der Kleidung festmachen, das Schulleben der weniger bemittelten Schüler nicht unnötig erschwert. "Dieser Aspekt spielt an unserer Schule allerdings keine große Rolle", meint Manfred Asche, Leiter der Grundschule Süd. "Vor 10 oder 15 Jahren war das sicherlich noch etwas anders, und es konnte sein, dass sich Schüler ohne Markenkleidung unwohl fühlen mussten. Das hat sich aber geändert. Im Grunde spricht hier niemand darüber." Was ihn und seine Kollegen trotzdem durchaus für eine Schuluniform plädieren lässt, ist der Gedanke, dass sich die Kinder dann noch besser mit ihrer Schule identifizieren könnten. "Schon jetzt macht es unseren Sportmannschaften großen Spaß, ihre Wettkampfkleidung mit dem Schullogo zu tragen." Horst Ahlswede, Leiter der Grundschule Nord, ist ausähnlichen Auffassungen heraus mit seiner Schule schon einen Schritt weiter. Dort gibt es nämlich bereits Schuluniformen, die Ende diesen Monats von seinen Schülern präsentiert werden. Den größten Teil der Kosten trägt dabei bisher der Schulverein. "Ohne unsere Partnerschule in Kendal hättenwir das sicher nicht gemacht", so Ahlswede. "Aber die positiven Erfahrungen dort haben uns doch sehr beeindruckt." Seine Schüler finden die Idee mit der Schuluniform sehr gut und viele haben schon ungeduldig darauf gewartet, dass sie nun endlich wirklich eingeführt wird. Kein Wunder, denn die Schüler durften selbst mitbestimmen, wie die Schulkleidung aussehen soll. So hat der Förderverein der Schule mit seinem Vorsitzenden Sven Wilkening Preise für einen Logo-Wettbewerb, an dem Schüler der 2. bis 4. Klassen beteiligt waren, ausgeschrieben. Gewonnen hat Lina Kölling, die einen "Schlaufuchs" kreierte, den Diplom-Grafikdesigner Holger Kölling, selbst Vater eines Schülers, dann professionell umgesetzt hat. Dabei bleibt es jedem selbst überlassen, ob und wann er die Kleidung tragen will. "Na ja", schränkt Ahlswede das ein bißchen ein. "Bei Schulveranstaltungen würden wir es natürlich sehr begrüßen, wenn möglichst alle die neue Kleidung tragen." Sponsoren gibt esübrigens schon. Dr. Hubert Schmidt von der Firma Stüken, Michael Eggersmann vom gleichnamigen Kieswerk in Varenholz und Dr. Reinhard Kniewske von "Amcor Flexibels" haben bereits ihre Hilfe zugesagt, ebenso wie die "Bürgerstiftung Schaumburg".

Dieses Logo soll Sweatshirts schmücken. Foto: pr.
  • Dieses Logo soll Sweatshirts schmücken. Foto: pr.

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