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Schulübergreifendes Musikprojekt ins Leben gerufen / Förderung durch Ministerium für Kultur

Zuerst getrennt spielen - dann als Orchester

Rinteln (mld). Wenn 20 Zehn- und Elfjährige freiwillig am Nachmittag in die Schule kommen, ist das bemerkenswert - besonders, wenn sie etwas lernen wollen, das sie vor wenigen Monaten noch nicht konnten, und zwei Extra-Schulstunden nehmen und auch noch zu Hause üben, um besser zu werden.

veröffentlicht am 11.12.2008 um 00:00 Uhr

Vor sich die Instrumente, hinter sich die Förderer: Schüler der

Doch darum geht es bei dem Blasorchester-Projekt der Schaumburger Kreisjugendmusikschule (KJMS), der Hildburg-Realschule, der Hauptschule am Ostertor und dem Rintelner Feuerwehrblasorchester: Schüler kommen, unabhängig von ihrer Schulform, zusammen, um Holz- oder Blechblasinstrumente beherrschen zu lernen und zu lernen, als Orchester zusammen zu funktionieren. Das Projekt haben Lutz Göhmann von der KJMS, Realschulleiter Horst Kynast, Hauptschulleiter Heinz Pettenpaul und der Leiter des Feuerwehrblasorchesters, Klaus Diebietz, zusammen mit den Musiklehrern Martin Borowski und Lukas Spik ins Leben gerufen. Gleich nach den Sommerferien hingen in den Rintelner Schulen die Ausschreibungen für das Projekt aus, seit Oktober üben die 20 Schüler der fünften und sechsten Klassen der Real- und Hauptschule zusammen: ein Mal in der Woche für zwei Stunden, zuerst Holz- und Blechbläser getrennt, dann zusammen im Orchester. Gefördert wurde das Projekt durch das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, das Fördermittel für Musikschulen ausgibt - "damit konnten wir die Personalkosten decken", sagt Göhmann. Die Investitionskosten für Instrumente und Noten wurden jedoch nicht übernommen; hier half die Bürgerstiftung Schaumburg mit der Finanzierung aus. Die meisten Instrumente stellte das Feuerwehrblasorchester Rinteln - auch in der Hoffnung, wie Orchesterleiter Diebietz sagt, dass die Kinder später vielleicht dem Jugendorchester der Feuerwehr beitreten möchten. "Wichtig ist uns die Nachhaltigkeit", stimmt Göhmann zu. Und hofft: "Vielleicht können wir im nächsten Schuljahr eine Anfänger-Bläser-Gruppe bilden, wenn die Schüler von heute dann schon Fortgeschrittene sind."



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