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Kritik an Gewerbeschau-Organisation, marodem Städtepartnerschaftsschild und "VIP-Empfang"

Zu wenige Sitzplätze, kaputte Tonanlage

Rinteln (ur). Auf dem Weg von Kleinenbremen nach Rinteln bemerkt Maria Zippel schon seit längerem, dass das Schild am Ortseingang von Todenmann zu den Rintelner Städtepartnerschaften inzwischen ausgesprochen schäbig wirkt: "Das signalisiert wirklich nicht die an sich doch so sinnvolle Pflege dieser internationalen Kontakte."

veröffentlicht am 03.09.2008 um 00:00 Uhr

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Im englischen Kendal zum Beispiel habe sie da beim Besuch wesentlich ansprechendere Hinweise auf die Verbindung zu Rinteln vorgefunden. Geärgert hat sich Ingeborg Schöne bei der Eröffnung des neuen Blumengeschäfts am Marktplatz darüber, dass sie beim neugierigen Bummel durch den Laden auf halbem Wege am Weitergehen gehindert wurde, da dort der "VIP-Bereich" begann. "Soll das heißen, dass man dort auch in Zukunft nur Wert auf Kunden aus dieser Schicht legt?" Unser Leser Friedrich-Wilhelm Hoppe fand dieser Tage im Postfach "Post von der Post", in diesem Fall vom Tochterunternehmen "Post Office" der Deutschen Post. Und obwohl der Rintelner seine Einkäufe vorzugsweise in Rinteln tätigt, studierte er neugierig die Angebote. Da gab es neben "Case Logistic Taschen", einem "Lifestyle Notebook-Ruck- sack" und einer "Case logic 15, 4 lifestyle Messenger- Tasche" sogar einen "Notebook-Attache Business Casual" und nicht zuletzt den "Timeplaner Prestigo". Ganzüberwältigt von dieser Auswahl meint Hoppe nur noch nachdenklich: "Wenn die Post, die zum größten Teil dem Bund gehört, sich anscheinend schon schämt, sich der deutschen Sprache zu bedienen - warum verlangen wir dann von einbürgerungswilligen Ausländern, dass sie unsere schöne Muttersprache verstehen und sprechen sollen?" Karin Sturm aus dem Kalletalärgert sich darüber, dass sie beim Parken auf dem Steinanger regelmäßig mit Reklame-Zetteln an der Windschutzscheibe "vollge- müllt" wird. "Das reicht von Discofeten und Gutscheinen für den Test von Elektroheizungen über angebliche Kaufangebote für mein Auto bis hin zu Offerten für Nebenverdienste mit teuren Service-nummern." Wenn es dann zwischendurch auch noch regne, würden diese Papierstücke mitunter wie Aufkleber festpappen und müssten erst mühsam entfernt werden: "Das grenzt schon an Sachbeschädigung!" Zur Gewerbeschau in Krankenhagen merkt Gerhard Schnare kritisch an, dass der Auftritt der Cheerleader-Gruppe leider fast unterging, weil die Tonanlage nicht funktionierte. "Dabei hätte man den Mädchen extra gesagt, dass sie ihre eigene Anlage nicht mitbringen müssten." Bedauerlich findet Schnare auch, dass den Mitwirkenden nach ihrem Auftritt nicht einmal ein Getränk gereicht wurde. Auch an Sitzgelegenheiten für ältere Zuschauer hätte es gefehlt: "Kein Ruhmesblatt für die Organisation!" Ergänzend zu unserem Fundstücke-Beitrag über Gamaschen erinnert Gerda Hassenpflug daran, dass diese vor allem bei den Parteigenossen im "Dritten Reich" populär waren. "Die Stiefel, die man zur Uniform trug, waren für die meisten viel zu teuer und so setzte man dann auf die schützenden Gamaschen."

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