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Berufsberater informieren: Leiharbeit in manchen Fällen eine Chance

Zu wenige Lehrstellen und Jobs: Ohne Berufsabschluss geht nichts

Extertal. "In Deutschland kommt man am besten in vernünftig bezahlte Arbeit, wenn man eine Ausbildung durchlaufen hat." Das war eine der zentralen Botschaften von Heinrich Schüring beim Vortrag über "Wege aus der Arbeitslosigkeit" im Extertal. Der Berufsberater der Agentur für Arbeit legte den jungen Erwachsenen unter den Zuhörern daher nahe, über berufsvorbereitende Lehrgänge den Weg in ein Ausbildungsverhältnis zu suchen. Schüring: "Im Durchschnitt kommen 50 bis 60 Prozent der Jugendlichen, die einen berufsvorbereitenden Lehrgang durchlaufen, nach dem Abschluss dieser Maßnahme in Ausbildung."

veröffentlicht am 08.06.2007 um 00:00 Uhr

Am Anfang müsse stets ein Gespräch mit dem Berufsberater stehen. Dabei könnten die nötigen Voraussetzungen geklärt, Stärken und Fähigkeiten des jungen Menschen ermittelt und freie Plätze in einer der verschiedenen Maßnahmen und Schulen ausgesucht werden. Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland mache sich in der Region nur sehr zaghaft bemerkbar, so Schüring. Am ehesten zeige er sich bei den vermehrt verfügbaren offenen Stellen für ungelernte Helfer, die von Leiharbeitsfirmen angeboten würden. Bei den Lehrstellen gebe es -ähnlich wie in den Vorjahren - im Vergleich von offenen Stellen und gemeldeten Suchenden etwa 1000 Plätze zu wenig. Wer sofort eine Arbeit suche und wer mit der vergleichbar geringen Bezahlung leben könne, dem rate er dazu, eine Arbeitsgelegenheit als Leiharbeiter anzunehmen. Dies erhöhe die Chance, nach einer gewissen Zeit bei einer Firma in ein festes Arbeitsverhältnis wechseln zu können. Jugendmitarbeiter Albrecht Schäffer wies abschließend darauf hin, dass Jugendliche und jungen Erwachsene bei der Formulierung von Bewerbungsbriefen und Lebenslauf Hilfe bei JuKulEx erhalten könnten. Außerdem gebe es in den Kinder- und Jugendzentren in Almena und in Bösingfeld die Möglichkeit, im Internet nach offenen Stellen und Informationen zu Ausbildungsberufen zu suchen. Auf Wunsch werde den jungen Leuten bei der Suche geholfen. Das Internetcafé in Bösingfeld ist jeden Dienstag von 10 bis 13 Uhr für junge Erwachsene geöffnet. Bei Bedarf hilft eine Lernbegleiterin bei der Suche von Informationen und Arbeitsstellen im Internet sowie bei technischen Fragen. Außerdem bietet JuKulEx Kurse zur Einführung in Textverarbeitung und in die Nutzung des Internet an. Informationen zu dem Vortrag gibt es auch im Internet: www.jukulex.de.vu .



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