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Jugendpflegerin sieht mehr Bedarf für Präventionsarbeit und neue Angebote

Zu wenig Zeit für die Mädchen

Rodenberg (bab). Die städtische Jugendarbeit spricht mehr Jungen als Mädchen an. Das hat Jugendpflegerin Tanja Kluge dem Fachausschuss des Rates mitgeteilt. Ein zusätzliches Angebot, das sich nur an weibliche Teenager richtet, hält Kluge für wünschenswert.

veröffentlicht am 24.05.2008 um 00:00 Uhr

Zu denÖffnungszeiten an zwei Nachmittagen in der Woche würden lediglich ein bis zwei Mädchen erscheinen, erklärte Kluge. Von den rund zwölf Jugendlichen sei der Rest Jungs. "Von daher wäre es von Nutzen, Mädchenarbeit zu leisten", meinte die diplomierte Sozialpädagogin. Es sei ein zusätzliches Angebot nötig, das sich ausschließlich an Mädchen richtet. Die Ausschussvorsitzende Catrin Döpke (SPD) schlug vor, Mädchentage im Rahmen der vorhandenen Öffnungszeiten anzubieten. "Bei den seltenen Terminen kann man nicht noch einen Tag abknapsen", meinte Kluge. Von den Jugendlichen gebe es eine derartige Resonanz auf die Termine, dass sie gerne viel häufiger kommen würden. "Man könnte dann auch pädagogisch nachhaltiger einwirken und besser mit der Schule zusammenarbeiten", so Kluge, die betont, dass die Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeiterin Ulrike Polke sich bisher gut entwickelt habe. Bei Projekten sei bereits zusammengearbeitet worden. Die Jugendlichen im "Magic House" sind im Durchschnitt 13 bis 15 Jahre alt. Zu 85 Prozent seien es Schüler der Stadtschule. Kluge berichtete auch davon, dass sie das Gewaltpotenzial mancher Jugendlicher als hoch einschätzt. Deshalb sei Präventionsarbeit besonders wichtig. Ein- bis zweimal pro Woche sei aber definitiv zu wenig. Wegen der mangelnden Einsatzbereitschaft der Teenager in ihrer Betreuung muss Kluge jetzt das geplante Mittelalterfest ausfallen lassen. "Es gibt keine Verbindlichkeit der Jugendlichen für ehrenamtliche Arbeit", so Kluge. Das Fest ohne Eigenleistung durchzuziehen, sei jedoch zu kostenintensiv. Döpke erklärte, sie habe bei ihren Besuchen im "Magic House" einen guten Eindruck von der Arbeit der Jugendpflegerin gewonnen. Kluge rief die anwesenden Mitglieder des Jugendparlaments auf, auch einmal vorbeizuschauen, um die Angebote kennenzulernen und zusammenzuarbeiten. CDU-Fraktionsvorsitzender Carsten Schulz fragte nach dem kulturellen Hintergrund derjenigen, die das "Magic House" regelmäßig aufsuchen. Vorwiegend hätten die Jugendlichen Migrationshintergrund, aber alle besäßen die deutsche Staatsangehörigkeit, so Kluge. Die Nationalität habe jedoch keinen Einfluss auf den Umgang miteinander, so die Sozialpädagogin.



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