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Zu Wasser und zu Lande: Der Aufbau läuft

Von Tomas Krause

Hameln. „Was passiert denn hier schon wieder“, fragt eine Passantin ihre Begleiterin. Diese reagiert mit einem Achselzucken. Beide stehen vor einem riesigen Stahlgerüst in der Osterstraße. Junge Männer verbinden Alu-Träger, füllen literweise Wasser in große Plastiktanks, montieren Boxen und Lichtstrahler. Aus dem Stahlkoloss soll bis Freitag Bühne 4 werden, auf der dann Trachtenvereine Gesänge, Kleidung und Tänze zeigen werden. Drei Tage bleiben den Veranstaltern noch, dann fällt der Startschuss für den 29. Tag der Niedersachsen.

veröffentlicht am 15.06.2009 um 18:55 Uhr
aktualisiert am 16.06.2009 um 19:43 Uhr

Hameln. „Was passiert denn hier schon wieder“, fragt eine Passantin ihre Begleiterin. Diese reagiert mit einem Achselzucken. Beide stehen vor einem riesigen Stahlgerüst in der Osterstraße. Junge Männer verbinden Alu-Träger, füllen literweise Wasser in große Plastiktanks, montieren Boxen und Lichtstrahler. Aus dem Stahlkoloss soll bis Freitag Bühne 4 werden, auf der dann Trachtenvereine Gesänge, Kleidung und Tänze zeigen werden. Drei Tage bleiben den Veranstaltern noch, dann fällt der Startschuss für den 29. Tag der Niedersachsen.
 20 000 Meter Kabel müssen bis dahin verlegt, 250 Festzelte und 12 Bühnen aufgebaut werden, 550 Tonnen Sand sollen den Rathausplatz zu einer Beach-Arena und den Tag der Niedersachsen zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.
 Auch die Bundeswehr hat gestern auf der Weser schon erste Vorbereitungen getroffen und 38 Pontons im Wasser verlegt. 31 Soldaten des Panzer-Pionier-Maschinenzuges Holzminden verladen mit einem Kran die rund drei Tonnen schweren Pontons, ziehen sie mit einem Boot zu einem Steg zusammen. Rund um die Pluto soll so ein 57 Meter langer Anleger entstehen, an dem Gäste, mit ihrem eigenen Boot anreisen, aussteigen können. „Wir unterstützen damit die Stadt Hameln“, sagt Major Ulrich Grötelmeyer vom Landeskommando Niedersachsen. Gemeinsam mit den Soldaten des in Hameln stationierten 28. britischen Pionierregiments will sich die Bundeswehr auch am Ostertorwall und im Bürgergarten präsentieren. Dort wird es Infostände geben, zwei Hubschrauber fliegen Freitag ein, auch Einsatzfahrzeuge des Heeres gehören zur Ausstellung, und erstmalig betreibt die Bundeswehr auf einem Tag der Niedersachsen eine eigene Musik- und Eventbühne (Bühne 5 am Ostertorwall).
Im Bürgerpark und an der Promenade sind inzwischen weiße Pavillons aufgebaut, auf der alten Eisenbahnbrücke installieren Fachleute die Vorrichtungen für die Laser-Show am Samstagabend. Ein Rundgang durch die Stadt vermittelt dennoch den Eindruck, dass noch viel passieren muss, will die Stadt rechtzeitig fertig werden. „Es ist alles eingetütet, wir werden fertig“, heißt es aus dem Rathaus.
 Seit gestern 18 Uhr sind auch Mitarbeiter des städtischen Bauhofes dabei, die Straßen in der Innenstadt zu sperren. „Ach Du Schande, das hab’ ich total vergessen“, platzt es der Mitarbeiterin eines Cafés heraus, als sie gefragt wird, ob sie ihren Wagen denn schon umgeparkt hat. Bis 22 Uhr musste sie das gestern erledigt haben, dann waren die Straßen dicht. Unpraktisch findet sie die Regelung schon, „aber es sind ja nur drei Tage, und dann ist hier endlich mal was los.“



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