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Knotenpunkt Steinbergen: CDU schreibt an Stadt / Studenten sollen Alternative zu Tunnel erarbeiten

Zu viel Verkehr: Protest durch Straßensperren?

Steinbergen (crs). Die Großbaustelle auf der A 2 und der Umleitungsstau auf dem Auetal-Highway lenken die Aufmerksamkeit zurzeit weg von einem deutlich dauerhafteren Verkehrsproblem: Seit Jahren schon müssen die Steinberger am Knotenpunkt der Bundesstraßen 83 und 238 täglich mit einer enormen Verkehrsbelastung leben. Während der CDU-Ortsverband in einem Schreiben an die Verwaltung bereits über Straßenblockaden nachdenkt, taucht ein matter Hoffnungsschimmer am Horizont auf: Studenten der Fachhochschule Holzminden sollen in einer Machbarkeitsstudie Alternativen zur teuren Tunnellösung finden.

veröffentlicht am 21.05.2007 um 00:00 Uhr

Stoßstange an Stoßstange - das ist auf der B 238 an der Grafenst

Das ist das Ergebnis eines Arbeitstreffens von Stadtverwaltung und Straßenbauverwaltung, die sich gemeinsam um eine schnellere Lösung für Steinbergen bemühen. Denn die favorisierte Tunnelvariante ist ziemlich teuer: Die Ortsumgehung der Bundesstraße 238 für Steinbergen würde als 1,6 Kilometer langer Tunnel über 25 Millionen Euro kosten, ist bislang prognostiziert. Deutlich günstiger - und dadurch wohl schneller umsetzbar - dürfte eine konventionelle Lösung sein. Wie die aussehen könnte, das sollen jetzt Studenten der Fachhochschule Holzminden in einer Machbarkeitsstudie herausfinden. "Wir wollen eine neue Planungsvariante mit einer alternativen Trassenführung erarbeiten", sagt Rintelns Erster Stadtrat Jörg Schröder. Auch in der Hoffnung, aus Berlin rascher das Okay für die Umgehungspläne zu bekommen: Denn bislang ist das Projekt im Bundesverkehrswegeplan lediglich als zweitrangig eingestuft, ebenso wie die Ortsumgehung der B 83 für Steinbergen und Deckbergen (6,7 Kilometer, 24,1 Millionen Euro). Und das bedeutet bis zu 15 Jahre Wartezeit bis Baubeginn. Auch die Steinberger CDU bringt das Thema erneut auf die politischen Tagesordnung. "Die Bürger warten hier seit langem auf eine Lösung und haben die Nase voll", schreibt Ortsverbands-Chef Hans Gerd Depping in einem Brief an Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz. Depping befürchtet, dass der Verkehr in Steinbergen durch die geplanten Ortsumgehungen in Wehrbergen bei Hameln und im Kalletal noch zunehmen könnte. Ein Abbiegen auf die B 238 von den Ortsstraßen sei schon jetzt kaum möglich, die Unfallgefahren durch zu hohe Geschwindigkeit "enorm hoch", die Umleitungen des A 2-Verkehrs eine "unmögliche Belastung". Depping kündigt zudem ungewöhnliche Protestaktionen an: "Rechnen Sie damit, dass Steinberger Bürger Blockierungen an der B 238 planen." Erster Stadtrat Jörg Schröder hält Straßensperren zwar für überzogen, hat aber Verständnis für die Situation der Steinberger. "Wir müssen irgendwie weiterkommen", sieht der Verwaltungs-Vize die dringende Notwendigkeit zum Handeln. "Diese Ecke ist ein Verkehrsknotenpunkt, der in der Umgebung seinesgleichen sucht." Ortsratssitzung: Am Donnerstag, 24. Mai, steht die Verkehrssituation in Steinbergen auch auf der Tagesordnung deröffentlichen Ortsratssitzung, die um 19 Uhr im Gemeindehaus beginnt. Außerdem geht es hierbei um eine Stellungnahme des Ortsrats zu den Steinbruch-Plänen, um den Bolzplatz und um Parkplätze vor dem Feuerwehrhaus.



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