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Hackshorst-Anlieger wünschen Tempolimit und Neutrassierung

Zu lange geplant - Heute "würde niemand diese Straße bauen"

Rusbend (bus). Im Norden der ehemaligen Residenz, wo an der Landesgrenze die von Rusbend kommende niedersächsische Landesstraße 450 in die nach Lahde führende westfälische L 722 übergeht, regt sich Widerstand gegen ein Vorhaben von "Straßen.NRW". Gleichzeitig regen die im Gemarkungsbereich Hackshorst wohnenden Bückeburger an, das Tempo auf der L 450 auf 70 Stundenkilometer zu begrenzen.

veröffentlicht am 12.05.2007 um 00:00 Uhr

Im Hackshorst rauscht der Straßenverkehr von keinerlei Tempolimi

Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, unseren älteren Lesern als Straßenneubauamt Ostwestfalen bekannt, errichtet gegenwärtig das erste Teilstück der Ortsumgehung Quetzen, die in Zukunft als "L 722n" die von Petershagen nach Raderhorst/Stadthagen führende L 770 mit der L 722 verbinden soll. Mit der Fertigstellung des zweiten Teilstücks des 3,1 Millionen Euro teuren Projekts ist nach Angaben von Straßen.NRW in zwei Jahren zu rechnen. "Die neue Strecke wird dann eine leistungsfähige Verbindung der Verkehrs- und Wirtschaftsräume Bückeburg, Petershagen und Espelkamp bieten", heißt es in einer Mitteilung des Betriebs. Das sehen die Hackshorster anders. Sie machen auf die im Vergleich zum ursprünglichen Planungszeitraum, den sie in den 1970er Jahren ansiedeln, erheblich veränderte Verkehrssituation aufmerksam. Ihr Fazit: "Bei den derzeitigen Gegebenheiten würde niemand diese Straße bauen." Hinzu komme als ihr eigentliches Hauptanliegen, dass das Realisieren der Pläne das Fällen einer 300 Meter langen Baumreihe mit sich brächte. In einem Brief an den Landesbetrieb hoffen sie, den Verantwortlichen "wegen der geänderten Konstellation den ökologischen Sinn" verdeutlichen und ein Neutrassieren herbeiführen zu können. Hinsichtlich des Tempolimits verweisen die Anlieger auf die sehr schlechte Einsehbarkeit bei der Auffahrt auf die Landesstraße. Darüber hinaus verfüge die offiziell als Teilabschnitt des Weserlandradwegs ausgewiesene schmale Straße zwar über keine separate Radspur, dafür aber, speziell an Wochenenden und während der Ferien, über ein hohes Radfahreraufkommen. Ebenfalls bedenkenswert: "Da die Geschwindigkeit der Verkehrsteilnehmer, besonders die der Motorradfahrer, oft weit jenseits des Erlaubten liegt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis ein Unfall passiert." Die Hackshorster machen sich im Anschluss an viele Telefongespräche mit Ämtern in beiden Angelegenheiten für Ortstermine stark, die den Behördenvertretern den aus ihrer Sicht unhaltbaren aktuellen Stand vor Augen führen könnten. Über das Tempolimit soll in einer der nächsten Sitzungen des Ortsrates Rusbend beraten werden.



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