weather-image
18°
Vor Gericht: 23-Jähriger verurteilt / Haschisch und Ecstasy Minderjähriger überlassen

Zu Hause geht die Wasserpfeife reihum

Rinteln (maf). In einem Drogenprozess um die Abgabe von Haschisch und Ecstasy an Minderjährige ist ein 23 Jahre alter Auszubildender nun zu einer siebenmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt worden.

veröffentlicht am 21.10.2006 um 00:00 Uhr

Der Rintelner hatte in den Jahren 2004 und 2005 drei Mal in seiner Wohnung einer damals erst 16-jährigen Schülerin Haschisch zum Mitkonsum überlassen. In einem weiteren Fall schluckte die Jugendliche eine ihr gegebene Ecstasy-Pille. Zur Tatzeit traf sich der Angeklagte häufig in seiner Wohnung mit Bekannten, zu denen auch die Schülerin zählte. Manchmal hatte der Auszubildende zuvor am Bahnhof in Hannover etwas Haschisch besorgt, das er zu Hause anmischte und gemeinsam mit den Gästen rauchte. Man saß zusammen, die Wasserpfeife ging reihum, und auch das damals 16-jährige Mädchen zog ein paar Mal daran. Weil der völlig geständige Angeklagte bereits 21 Jahre alt war, erfüllte er durch das Überlassen der Drogen einen Verbrechenstatbestand. Das Schöffengericht unter dem Vorsitz von Richter Christian Rost erkannte schließlich auf einen minder schweren Fall. Dabei kam dem Rintelner zugute, dass es sich hier um Kleinstmengen zum unmittelbaren Verbrauch handelte und die Schülerin schon früher Betäubungsmittel genommen hatte.

Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare