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Burmesischer Mönch Ashin Sopaka geht für den Frieden auf der Welt

Zu Fuß von Köln nach Berlin

Stadthagen (ca). Für den Frieden in der Welt und seinem Heimatland Burma geht der buddhistische Mönch Ashin Sopaka von Köln nach Berlin. Seine Tour führte ihn auch durch Schaumburg.

veröffentlicht am 18.08.2006 um 00:00 Uhr

Ashin Sopaka frühstückt gemütlich im Garten. Dabei wirft er eine

Mehr als 300 Kilometer liegen bereits hinter ihm, erzählt Ashin Sopaka, während er seinen Orangensaft trinkt. Der 30-jährige Mönch frühstückt im Garten von Gerhard und Renate Nolting, die ihm eine kostenlose Unterkunft zur Verfügung gestellt haben. Seine Etappe von Porta Westfalica nach Stadthagen habe bislang alle Rekorde gebrochen: Elf Stunden sei er unterwegs gewesen, weil er sich verlaufen hatte und der Regen am Vorankommen hinderte. Die "schöne Landschaft" habe ihn jedoch seine Füße vergessen lassen. Seit dreieinhalb Jahren lebt Sopaka in Deutschland im Exil und ist Mitglied des Kölner Buddhismus-Center. Nach seiner Ausbildung in einem buddhistischen Kloster in Burma durchwanderte er sein Heimatland, Thailand, Singapur, Malaysia, Laos und Japan. Zum ersten Mal sei er jedoch mit der Mission unterwegs, die Menschen zum Nachdenken anzuregen. "Ich möchte die Schwierigkeiten auf der Welt und in Burma zeigen", sagt Sopaka. Die Menschenrechtsverletzungen der Militärregierung in Burma, die Gewalt im Irak, der Konflikt zwischen Israel und dem Libanon - Sopaka macht mit seiner Aktion auf die zunehmende Gewalt unter den Menschen aufmerksam. Seiner Meinung nach geht Gewalt vom Inneren der Menschen aus. Habe ein Mensch inneren Frieden, trage er diesen auch nach außen. Seinen Frieden und seine "positive Energie" finde Sopaka, indem er sich jeden Morgen alles Gute, Glück, Sicherheit und Frieden wünscht. All' das hat er gestern Morgen übrigens auch allen Stadthägern gewünscht, ebenso wie allen Menschen in Deutschland, Europa und den anderen Kontinenten. Mit seiner orange-braunen Robe, seinem burmesischen Behälter für seine Sachen und dem blauen Leinenbeutel mit dem genauen Kartenmaterial und den Ansprechpartnern für die Übernachtungen für jede Etappe in der Hand, zieht Sopaka neugierige Blicke auf sich. Viele Menschen hätten gefragt, ob sie ihn ein Stück begleiten dürften. Andere wiederum hätten Probleme, sein Ansinnen zu verstehen. So habe ihn ein Paar, dem er auf der Strecke nach Stadthagen begegnete, gefragt, ob sie ihn mit dem Auto mitnehmen könnten und ob er Geld brauche. Neue Erfahrungen habe er auch bereits mit anderen Religionen gemacht. Soübernachtete Sopaka bereits in einem Hindu-Tempel in Hamm, in einem Franziskanerkloster in Rheda-Wiedenbrück und hatte eine "Nacht im Paradies" - in einem katholischen Nonnenkloster bei Verl, erzählt Sopaka mit einem breiten Grinsen im Gesicht. "Dort war es überall sehr friedlich." Dann ist es auch schon Zeit, aufzubrechen. Schnell kommt noch die Nachbarin der Noltings vorbei. Sie wolle den jungen Mann kennen lernen. Kurz berichtet Sopakaüber seinen Friedenslauf, dann machen sich Gerhard Nolting und Sopaka zu Fuß auf den Weg zu Stadthagens Bürgermeister Jürgen Hoffmann. Dort gibt es noch ein Frühstück, bevor Sopaka sich wieder auf den Weg gen Berlin macht.

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