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Politik unter Termindruck / SC muss Zuschuss neu beantragen

Zitterpartie um 93 000 Euro für Steinanger-Sanierung

Rinteln (wm). Wenn der Verwaltungsausschuss am Donnerstag im Rathaus zusammenkommt, will die Wählergemeinschaft (WGS) das Thema Steinanger und Kunstrasenplatz per Eilantrag auf die Tagesordnung bringen. SPD-Fraktionssprecher Klaus Wißmann hat sich gestern zwar in einem Telefongespräch noch spontan dagegen ausgesprochen ("hier wird nichts mit heißer Nadel gestrickt"), aber Verwaltung und Politik geraten zunehmend unter Termindruck.

veröffentlicht am 17.10.2007 um 00:00 Uhr

Wie SC-Fördervereinsvorsitzender Klaus Peters gestern in einem Telefongespräch mit Heinz-Jürgen Hohmeier, Vorsitzender des Ausschusses für Sportstätten und Umwelt beim Kreissportbund, geklärt hat, muss der SC bis zum 31. Oktober einen neuen Antrag vorlegen, um im Jahr 2008 einen Zuschuss für die Sanierung der Sportanlage am Steinanger zu erhalten. Bisher hatte man beim SC wie im Rintelner Rat gehofft, die bereits vom Landessportbund bewilligten 93 000 Euro für den Sportstättenbau ins nächste Jahr übertragen zu können, was im Prinzip grundsätzlich auch möglich ist, doch der Knackpunkt liegt woanders. Dieter Fischer, Vorsitzender des Kreissportbundes, der letztlich über den Zuschuss entscheidet, erläutert das Problem: Der SC habe einen Antrag für eine Sportstättenförderung an der Burgfeldsweide gestellt, nicht für den Steinanger. Fischer: "Das ist eine völlig andere Baumaßnahme, da muss der SC den Zuschuss neu beantragen." Intern, so war zu hören, ist man beim Kreissportbund ohnehin nicht gut auf die Kommunalpolitik in Rinteln zu sprechen. Denn ein Zuschuss für Sportstättenbau ist vom SC bereits zwei Mal beantragt worden - ohne dass das Vorhaben realisiert worden ist. Besonders ärgerlich aus Sicht des Kreissportbundes: Die bewilligten 93 000 Euro können nicht einfach auf einen anderen Sportverein im Landkreis, eine andere Baumaßnahme übertragen werden, sondern die Gelder müssen an den Landessportbund zurückgegeben werden. Klaus Peters schilderte gestern am Telefon, er habe Mühe gehabt, Heinz-Jürgen Hohmeier davon zu überzeugen, dass es nicht am SC gelegen hat: Die Entscheidung, erst Steinanger, dann Burgfeldsweide, dann Rolle rückwärts, habe nicht der Verein, sondern die Politik getroffen. Nachdem inzwischen zwei wichtige Voraussetzungen am Steinanger geklärt sind, nämlich ein positives Lärmgutachten wie die Zustimmung der Mehrheit der fußballtreibenden Vereine aus der Gesamtstadt zu einem Kunstrasenplatz, hofft Peters jetzt auf eine schnelle Reaktion der Politik: "Der SC muss bis zum 31. Oktober wissen, für welche Sportstättensanierung er einen Zuschuss beantragen soll - ob mit oder ohne Kunstrasenplatz." Denn dieser Antrag sei Grundlage für eine erneute Zuschussbewilligung, vor allem deren Höhe: "Und sie können davon ausgehen, dass der Kreissportbund diesen neuen Antrag mit Argusaugen prüfen wird."



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