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Stadt legt Bauhof und Stadtgärtnerei zusammen / Neuer Baubetriebshof soll eigenständiger arbeiten

Ziel: Mehr Effizienz bei weniger Personal

Stadthagen (ssr). Aus zwei mach' eins: Schlanker, beweglicher und effizienter soll er sein - der just gegründete Baubetriebshof der Stadt Stadthagen. Entstanden ist er aus den bisher getrennten Einrichtungen Bauhof und Stadtgärtnerei. Zuständig für die 40 Mitarbeiter unter Leitung von Christian Schütz (36) ist nicht länger das Bauamt, sondern das Haupt- und Personalamt der Stadt. Das hat Bürgermeister Bernd Hellmann (SPD) auf Anfrage mitgeteilt.

veröffentlicht am 25.06.2007 um 00:00 Uhr

Der frischgebackene Leiter des Baubetriebshofes, Christian Schüt

"Effizienzsteigerung bei geringerem Personalstamm" - das ist nach den Worten von Hellmann die Zielrichtung der Reform: "Durch die Einsetzung eines eigenen Leiters (des Forstwirtschaftsmeisters Schütz) und die direkte Anbindung an das Personalamt unter Koordination von Fritz Koller sollen kürzere Entscheidungswege, beweglichere Alltagsabläufe und auch mehr Eigenverantwortlichkeit entstehen. Indem das bislang zwischengeschaltete Bauamt aus der Zuständigkeit herausgenommen wurde, "haben wir eine Schnittstelle weniger", begründete Hellmann die Änderung. Bis vor wenigen Jahren hatten Bauhof und Stadtgärtnerei zusammen noch 50 Mitarbeiter. Nach den derzeitigen Planungen sollen von den aktuell 40 Beschäftigten im Baubetriebshof in sieben, acht Jahren noch knapp 30 übrig bleiben. Das erst entspräche nach Auskunft von Pressesprecher Fritz Wehling dem bundesweiten Durchschnitt für eine Stadt wie Stadthagen mit ihren 23 500 Einwohnern. Wichtig ist Hellmann dabei: "Es hat keine betriebsbedingten Entlassungen gegeben und es wird sie auch nicht geben." Die Reduzierung soll durch natürliche Fluktuation sowie durch das Nutzen von Altersteilzeit erreicht werden. Dem neuen Leiter Schütz soll bald eine Halbtagskraft für die Verwaltung zur Seite gestellt werden. Denn viel stärker als bislang bei Stadtgärtnerei und Bauhof üblich gewesen, soll der Baubetriebshof seine alltägliche Arbeitsorganisation möglichst eigenständig regeln. Dabei ist auch an strukturelle Flexibilisierungen gedacht - wie etwa die Einführung von Jahresarbeitszeitkonten oder von witterungsbedingt wechselnden Arbeitszeiten in Sommer und Winter. "Das werden wir in engem Zusammenspiel mit den Mitarbeitern und dem Personalrat planen", betonte der Verwaltungschef, der das Team des Baubetriebshofes als "ausgeprägt motiviert" beschrieb. Flexibilisierung soll sich auf mehr als auf die Arbeitszeiten beziehen. "Wenn der Teertrupp beim Ausbessern einer Straße am Wegesrand eine schiefe Laterne sieht, dann sollen die da nicht weggucken, sondern dem Leiter melden", zielt Hellmann auf eine Grundhaltung von Gesamtverantwortung. Mehr als bisher soll auch auf Weiterqualifizierung gesetzt werden. Der Zusammenschluss der beiden Einrichtungen wird auchörtlich deutlich werden. Die bisherige Stadtgärtnerei ist am Friedhof "Kleine Eichen" untergebracht, dieser Standort wird aufgegeben. Bald soll er in das Areral des früheren Bauhofes an der Lauenhäger Straße integriert werden. Das Gelände wird dort für den neuen Baubetriebshof erweitert, für insgesamt 250 000 Euro entstehen neue Lagerflächen und Gebäude. Auch die Ausstattung mit Geräten wird modernisiert. Hellmann stellt die Strukturreform unter eine klare Maßgabe. Der Baubetriebshof soll stärker unter Kriterien der Wirtschaftlichkeit arbeiten als seine beiden im Bauamt organisiert gewesenen Vorläufer. Der Bürgermeister verknüpft damit freilich auch die Botschaft "eines gewissen Spagats". Einerseits bestehe seitens vieler Bürger der Anspruch an ein möglichst perfektes Stadtbild, andererseits aber auch an eine sparsam agierende Verwaltung. Hier gelte es, ein angemessenes Verhältnis zwischen beiden Erwartungshaltungen hinzubekommen.



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