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Zweimal geplant: Mit Kreisel und neuer Straße / Verwaltung gibt Einzelhandels-Gutachten in Auftrag

Zentrum Nord: Volksbank drückt auf's Tempo

Rinteln (wm). Für das seit drei Jahren geplante Einkaufzentrum an der Bahnhofsstraße soll Ende Oktober endgültig das Konzept stehen, alle Hürden vom Kreisverkehr bis zur Berücksichtigung einer möglichen neuen Straße im Bereich der derzeitigen Museumsbahntrasse genommen sein. Für Ansgar Haverkamp, Marktbereichsleiter der Volksbank in Rinteln, auch der letzte Termin. Die Volksbank möchte nämlich mit dem Bau einer neuen Zweigstelle nicht länger warten, sondern endlich loslegen. Selbstverständlich unter Berücksichtigung des Gesamtkonzeptes - man wolle natürlich das Projekt nicht blockieren, betonte Haverkamp,.

veröffentlicht am 13.10.2007 um 00:00 Uhr

Auch die anderen Akteure stehen fest: Aldi und das Schuhhaus Deichmann ziehen ein, dazu drei Fachmärkte, unter anderem ein Textil-Discounter. Deren Angebot, versicherte Friedhelm Hohmeier, Projektentwickler und Geschäftsführer der HTB Projektentwicklung (Profilia) in Porta Westfalica, sei mit der Stadt abgestimmt, also keine Konkurrenz zur Innenstadt. Die Autowaschanlage, der "Waschbär", wird verlegt, Grollmisch zieht in ein neues Bürogebäude. In der nächsten Woche soll nochmals ein Gespräch mit dem Lidl-Management stattfinden - für den geplanten Kreisel wird ein Stück Lidl-Land gebraucht. Nochmals verhandeln wollen die Investoren mit dem Vorstand der Dampfeisenbahn. Die will nach Stadthagen umziehen - ungeklärt ist aber noch die Finanzierung. Hohmeiers Team musste das Einkaufzentrum Nord gleich zweimal planen: Als das erste Konzept schon stand, brachte die Stadt die mögliche neue Straßentrasse an der Bahn ins Spiel - und die sollte ebenfalls auf den bereits geplanten Kreisel münden. Das habe zwar alles verzögert, weil man in Richtung Süden zusätzliche Grundstücke habe erwerben und dazu die Baukörper anders platzieren müssen, doch Hohmeier sieht es heute als Chance: Mit der Trasse - vorläufig noch ferne Zukunft - könnten weitere Grundstücke erschlossen werden, die sich für eine Gewerbeansiedlung wie für Dienstleister eignen. Zielvorgabe für Projektentwickler Hohmeier: Mitte nächsten Jahres soll es an der Bahnhofsstraße dann endlich mit der Neugestaltung losgehen. Auch an der Konrad-Adenauer-Straße stehen die Investoren in den Startlöchern: Jürgen Ladage hat bereits im Vorjahr eine Bauvoranfrage bei der Stadt gestellt - er möchte auf dem ehemaligen Mercedes-Rojan-Grundstück den Zoo-Discounter "Fressnapf" ansiedeln. Ein paar Grundstücke weiter wird über die mögliche Ansiedlung einesDänischen Bettenlagers verhandelt. Beide Angebote gehören zu einer Stadt von der Größenordnung Rintelns. Bückeburg hat sie bereits. Bei der Stadtverwaltung geht man auf Nummer sicher: So gibt es nicht nur ein - vom Investor bezahltes - Gutachten für das Einkaufszentrum Nord, sondern auch ein Gesamtgutachten über die Situation des Einzelhandels in Rinteln, von der Stadt in Auftrag gegeben. Bürgermeister Karl-Heinz Buchholz: Ein "Masterplan", auch um künftige Entwicklungen einschätzen zu können. Beide Gutachten sollten demnächst vorliegen. Für den Fressnapf wie das Bettenlager müsste jedoch der Bebauungsplan geändert werden, erläuterte Erster Stadtrat Jörg Schröder. Denn mit der Umsiedlung des Marktkaufs an die Konrad-Adenauer-Straße war vom Rat beschlossen worden, hier keine weiteren Verkaufsbereiche zuzulassen.

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