weather-image
Otto Daseking sprichtüber die Zukunft des Landespokals

"Zentraler Austragungsort und Siegprämien!"

Handball (hga). Beliebt ist er nicht: Der Landespokalwettbewerb des Handballverbandes Niedersachsen. Nach teils heftiger Kritik aus den Vereinen - nicht immer sachlich - hat der HVN auf einer Sitzung des erweiterten Präsidiums die Pflichtteilnahme für Verbandsmannschaften aufgehoben. Dieser Beschluss gilt ab der Spielzeit 2008/09. Unsere Zeitung sprach mit Otto Daseking, als Vizepräsident beim HVN, zuständig für den Spielbetrieb über die Zukunft des Pokalwettbewerbes.

veröffentlicht am 18.03.2008 um 00:00 Uhr

Otto Daseking, als Vizepräsident beim Handballverband Niedersach

Herr Daseking, gerade in der laufenden Spielzeit sorgte der Pokal für Wirbel. So blieben statt der vorgesehenen vier Finalisten fünf übrig, es gab Ärger bei der Auslosung, die letztendlich für den Rücktritt des Spielwartes Jürgen Weißke sorgte. Mangelnd es beim HVN an Professionalität? Dem Handballverband Niedersachsen mangelt es nicht an Professionalität zur Bewältigung des Spielbetriebes. Die Kritiker sollten, wobei Fehler selbstverständlich kritisiert werden müssen, nicht vergessen, dass sämtliche Mitarbeiter im Spielausschuss ehrenamtlich tätig sind und die Aufgaben neben den Aufgaben in der Familie und im Beruf erledigen. Auch die Mitarbeiter im HVN-Spielausschuss sind nicht fehlerfrei. Viele Vereine, insbesondere Oberligisten haben nie einen Hehl aus ihrer ablehnenden Haltung gegenüber dem Pokal gemacht. Ist der Wettbewerb gerade in den ersten zwei Runden zu unattraktiv? Die Pokalpflichtteilnahme der Verbandsmannschaften war bei einigen Teilnehmern schon immer umstritten. Das betraf vorwiegend Mannschaften mit einem höheren Durchschnittsalter. Die Belastung in der höchsten Spielklasse des Verbandes, der Oberliga - 30 Meisterschaftsspiele und zusätzliche Pokalspiele - ist für einige Mannschaften offenbarzu hoch. In diesem Zusammenhang stellt sich die Grundsatzfrage: Wird in der höchsten Liga des Landesverbandes leistungsorientierter Handball angestrebt? Was wäre aus Ihrer Sicht nötig, um die kleine Schar der Pokalbefürworter wieder anwachsen zu lassen? Die kleine Schar der Pokalbefürworter wird nach den jetzt schon bei mir vorliegenden Meldebögen aus allen Landesteilen so klein nicht sein. Eine reibungslose Durchführung des Pokalspielbetriebes über einen Zeitraum von wenigstens zwei Spielzeiten wird die Zahl der Teilnehmer noch mehr ansteigen lassen. Die Pflichtteilnahme ist weg, droht jetzt ein kleiner, aber nicht unbedingt feiner Pokalwettbewerb? Die Attraktivität hängt grundsätzlich von den Teilnehmern und vom Losglück ab. Wie wird sich der Wettbewerb aus Ihrer Sicht entwickeln, hat der Pokal eine echte Zukunft? Der Pokalwettbewerb wird interessanter gestaltet werden. Denkbar sind zum Beispiel höhere Siegprämien, Antrittsgelder für die Finalisten, kein Final-Four, sondern ein zentraler Austragungsort für die Finalspiele der Männer und Frauen. Des Weiteren sollte nicht übersehen werden, dass die Halbfinalisten für die DHB-Pokalhauptrunde qualifiziert sind.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt