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Erfolgreiche Auftaktveranstaltung des Bündnisses "Minden für Demokratie und Vielfalt"

Zeichen gegen rechtsextreme Aktivitäten

Minden. Vor dem Hintergrund der neuen Dimension des Rechtsextremismus und zunehmender rechter Aktivitäten in Ostwestfalen-Lippe (OWL) ist jetzt das Bündnis "Minden für Demokratie und Vielfalt" gegründet worden. Bei einer Auftaktveranstaltung, zu der rund 80 Bürger in die Aula des Ratsgymnasiums gekommen waren, gab Bürgermeister Michael Buhre einen ersten Ausblick auf geplante und mögliche Aktivitäten. Rund 30 Zuhörer erklärten sich spontan bereit, im künftigen Plenum des Bündnisses mitzuwirken.

veröffentlicht am 18.03.2008 um 00:00 Uhr

Minden war in der jüngsten Vergangenheit häufiger Schauplatz rechtsextremer Aktivitäten. Vor allem die drei 2006 und 2007 gelaufenen Naziaufmärsche und die beiden in der Gaststätte "Friedenseiche" veranstalteten Rechtsrockkonzerte zeigten, dass "rechtsextreme Organisationen und Gruppierungen zunehmend offensiv ihr menschenverachtendes Gedankengut zu verbreiten suchen", so Bürgermeister Michael Buhre, der einen "runden Tisch" anlässlich der Demonstrationen der Rechten ins Leben gerufen hatte. Der "runde Tisch", dem unter anderem Vertreter von Politik, Kirchen, Gewerkschaft, Friedenswoche und bereits vorhandener Aktionsbündnisse angehören, bildete die Basis für das neu gegründete Bündnis. "Wir wollen ein Zeichen dagegen setzen und die demokratischen Strukturen in Minden nachhaltig beleben und stärken", sagte Buhre. Dazu sollen weitere Infoveranstaltungen, die Einrichtung eines Infoportals (Internet) und auch Feste beitragen. Angedacht ist auch ein Projekt "Internationales Kochen in Schulen" unter Beteiligung von Hotels und Gaststätten sowie das Projekt "Noteingänge". Dieses sieht vor, dass sich Inhaber von Geschäften und Einrichtungen bereit erklären, in einem Notfall - zum Beispiel bei ausländerfeindlichen Angriffen - bedrohte Personen aufzunehmen. Das "Bündnis für Demokratie und Vielfalt" soll auf drei Säulen stehen: dem Steuerkreis, der im Schwerpunkt durch die Mitglieder des "runden Tisches" gebildet wird, dem Plenum, das sich aus Vertretern aus Kultur, Unternehmen, Sport, Gewerkschaften, Parteien, Sozialverbänden sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern zusammensetzen soll, und einer Koordinierungsstelle. Diese soll in Kürze eingerichtet und möglichst hauptamtlich besetzt werden.



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