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Sonderapplaus im Feuerwehr-Zeltlager / Seebären und Minis begeistern gleichermaßen / Holländer zeigen Löscheinsatz

"Zehnter Stadtteil" feiert tollen Schaumburger Abend

Evesen (bus). Der "Schaumburger Abend" ist am Mittwoch der gesellschaftliche und gesellige Höhepunkt der aktuellen Auflage des im Dreijahresrhythmus organisierten Sommerzeltlagers der Bückeburger Stadtjugendfeuerwehren gewesen. Das auf dem Schulhof der Grundschule Evesen vor dem Festzelt auf die Beine gestellte Programm zog die Lagerbewohner und darüber hinaus etliche Hundert Besucher gleichermaßen in seinen Bann.

veröffentlicht am 28.07.2006 um 00:00 Uhr

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Dass die Zahl der Gäste nicht vollends mit der von 2003 mithalten konnte, war wie bei vielen anderen Veranstaltungen den derzeit allerorten vorherrschenden außergewöhnlichen Witterungsverhältnissen geschuldet. Obwohl die Sonne über Evesen hinter den schleierwolkigen Vorboten eines Sommergewitters grinste, konnteman sich des Eindrucks nicht erwehren, dass sie auf einen Stich aus sei. Conferencier Sven Wiese wurde während der länger als zweieinhalb Stunden dauernden Schau nicht müde, außer auf die künstlerischen Meriten der Mitwirkenden auch auf deren körperliche Fitness zu verweisen. "Das ist schon mal per se einen Sonderapplaus wert", stellte er mehrfach fest. Und das Publikum im "zehnten Stadtteil Bückeburgs" (Stadtjugendfeuerwehrwart Maic Schillack) hatte viele Male Grund, die Hände zu rühren. Vom durch den Spielmannszug Evesen gestalteten Auftakt bis zum von Stephan-Mross-Imitator Roger Meads in Szene gesetzten Showdown jagte eine Erfolgsnummer die andere. Die gestandenen Seebären des Shanty-Chors Lahde wussten ebenso zu begeistern wie die Minis der Eveser Dorfgemeinschaft, bei der Modenschau der Bückeburger Feuerwehr brandete der Beifall beinahe so heftig auf wie bei den heimlichen Helden des Abends, den Feuerwehr-Dreamboys. Eine Extraapplaus spendierten die Zuschauer einer Abordnung der (Jugend-) Brandweer Nieuwerkerk aan den Ijssel. Die Holländer demonstrierten in einem schweißtreibenden Zwischenspiel einen um das halbe Festgelände führenden Löscheinsatz. Schillack bezifferte während einer kurzen Begrüßungsrede die Gesamtteilnehmerzahl mit 363 - inklusive einer zweiköpfigen Delegation aus Bückeburgs französischer Partnerstadt Sablé. Sein besonderer Dank galt den 91 ehrenamtlich arbeitenden Helfern. "Das sind Frauen und Männer, die hier unentgeltlich einen Teil ihres Urlaubs investieren, um den jungen Feuerwehrleuten eine von viel Spaß, vielen Erlebnissen und vielen Erfahrungen geprägte Woche zu ermöglichen", hielt der Stadtzeltlagerchef fest. Am Rande des Schaumburger Abends merkte Schillack an, dass in diesem Jahr erstmals ein (verdeckt agierender) Sicherheitsdienst zum Einsatz gekommen sei. Die Geschehnisse am Gevattersee (die Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung berichtete), wo eine 500 Köpfe umfassende Camping-Gesellschaft Polizei und Landschaftsschutz die Stirn geboten hatte, wäre ansonsten wohl nicht völlig ohne Spuren an den Zeltlagerbewohnern vorbeigegangen. "Wir verfügen unterdessen über genügend qualifizierte Feuerwehrleute, die solche Vorkommnisse zu handhaben wissen", betonte Schillack. Etliche der als Sicherheitsleute eingesetzten Blauröcke seien hauptberufliche Polizisten. Denen und allen anderen Helfern gelte sein spezieller Dank. Und auch dem Wettergott sei zu danken, weil dieser trotz allen thermometertreibenden Engagements auch dafür Sorge getragen habe, dass Evesen bislang frei von Sonnenstichen geblieben sei.

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