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Geschichtswerkstatt initiiert vierte Verlegung

Zehn neue Stolpersteine für die Nazi-Opfer

Bückeburg (rc). In Bückeburg werden nach 2 005, 2006 und 2007 erneut Stolpersteine verlegt. Auf Initiative der Geschichtswerkstatt hat der Kölner Künstler Gunter Demnig bereits 25 Steine gesetzt, am Sonntag, 25. Mai, werden noch zehn weitere Stolpersteine folgen.

veröffentlicht am 17.05.2008 um 00:00 Uhr

Beginn ist um 9 Uhr vor dem Comet-Markt, wo der Kaufmannsfamilie Leo und Frida Kreuzer sowie ihrer Tochter Lucie Cahnfeld und ihrem Ehemann Erich gedacht wird. Alle vierüberlebten die Verfolgung durch das Nazi-Regime durch ihre Flucht 1939 nach Uruguay. Anschließend werden in der Braustraße 7, dem heutigen Aldi-Markt, vier Stolpersteine für Rosa, Hermann, Willy und Hilde Philippson verlegt. Alle vier wurden 1942 deportiert. Rosa starb im Konzen- trationslager Theresienstadt, die anderen drei Familienmitglieder im Ghetto Warschau. Abschließend werden zwei Stolpersteine für Ida Bonwitt und ihre Tochter Rosa in der Sackstraße 16 verlegt. Ida Bonwitt betrieb in der Sackstraße einen Kaffeevertrieb. Beide wurden 1942 deportiert. Rosa starb in Theresienstadt, Ida im Konzentrationslager Auschwitz. Wie Projektleiter Klaus Maiwald mitteilte, sind alle Bückeburger zu der Stolperstein-Verlegung eingeladen. Auch zukünftig sollen in Bückeburg weitere Stolpersteine verlegt werden. Bückeburg sei übrigens der einzige Ort im Landkreis Schaumburg, der dieses Projekt unterstützt. Um weitere Stolpersteine finanzieren zu können, braucht die Geschichtswerkstatt Spenden - ein Stein kostet 95 Euro. Das Konto: Verein der Herderaner, Konto-Nummer: 322 239 369 bei der Sparkasse Schaumburg, Bankleitzahl 255 514 80, Kennwort: Stolpersteine.



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