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4. Ballonfestival im Rahmen der Landpartie / Nachtglühen vor dem Mausoleum

Zehn Ballone fahren um den Fürstenpokal

Bückeburg (rc). Noch einmal faucht der Brenner, dann gibt es einen kleinen Ruck. Sanft hebt sich der Heißluftballon in die Luft, gewinnt rasch an Höhe, immer wieder vom Fauchen der Flammen unterstützt. Der Südwestwind treibt den Ballon über Schloss und Stadt. Von hier oben sind alle Geräusche klar und deutlich zu hören. Menschen eilen an die Fenster oder auf ihre Balkone, winken und rufen.

veröffentlicht am 02.06.2007 um 00:00 Uhr

Dieses Jahr wieder: Das "Nachtglühen" vor dem Mausoleum.

Wer dieses Erlebnis einmal selbst genießen möchte, der sei auf das vierte Ballonfestival verwiesen, das im Rahmen der Landpartie vom 7. bis 10. Juni auf der Wiese vor dem Mausoleum gefeiert wird. Insgesamt 14 Ballone mit ihren Besatzungen haben Hauptorganisator Michael Grub ihre Zusage zum Kommen gegeben. Neben dem Wettbewerb um den Pokal des Fürsten wird den Besuchern an drei Abenden - von Donnerstag bis Sonnabend - vor dem Mausoleum etwas einmaliges geboten: Das "Nachtglühen". Die Ballonfahrer bauen noch einmal ihre Fluggeräte auf, mit den Gasbrennern werden die Hüllen von innen beleuchtet und werden sich im Takt von klassischer und moderner Musik bewegen. "Das muss man einfach erleben", schwärmt Grub, der dieses Nachtglühen bereits vor zwei Jahren veranstaltete. Letztes Jahr war Pause, weil der hauptberufliche Bundeswehr-Hubschrauberpilot in Afghanistan im Einsatz war. Jeweils gegen 22 Uhr wird das "Nachtglühen" losgehen. Wer dagegen erleben will, wie zehn Ballone zu einer so genannten Fuchsjagd in den Himmel starten, der sollte gegen 17 Uhr zum Mausoleum kommen. Dort gehen die Startvorbereitungen los, werden die Geräte ausgepackt und nach und nach die Hüllen mit heißer Luft gefüllt. Gegen 18 Uhr wird der Fuchs in den Himmel steigen, etwa eine dreiviertel Stunde später starten die anderen Ballone. Die Aufgabe ihrer Mannschaften: ihren Ballon so nah wie möglich an den Landeplatz des Fuchses steuern. Wer das dreimal am Besten schafft, gewinnt den Pokal des Fürsten. Die Piloten der Ballone sind allesamt erfahren und eine verschworene Gemeinschaft, wie Grub berichtete. Den Sommerüber treffen sich alle auf diversen Festivals in Deutschland, gehen gemeinsam in die Luft, tauschen Tipps aus. Wer also mehr über den Ballonsport erfahren möchte, ist vor dem Mausoleum herzlich willkommen. "Wir beantworten jede Frage", versichert Grub: "Wir sehen das Festival auch als Werbung für unseren Sport." Wer dem Veranstalter noch einen Strich durch die Rechnung machen kann, ist das Wetter. Regnet es und ist es zu windig, gehen weder die Ballone in die Luft, noch kann das Nachtglühen stattfinden. "In der Regel haben wir aber zu dieser Jahreszeit so stabile Wetterlagen, dass am Abend der Wind einschläft und wir loslegen können." Freie Plätze in den Ballonen gibt es nicht mehr, die Frühbucher waren schnell. Falls jemand absagt, gibt es vor Ort noch eine Chance.



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