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Musikalische und kulinarische Sinnesfreuden mit dem Kulturring im Ratskeller

Zarah Leander und Edith Piaf im Wechsel mit Zander und Putenbrust

Rinteln (who). "Auf den Flügeln goldener Träume" und mit einem Vier-Gänge-Menü im Gewölbe des Ratskellers hat der Kulturring am Freitag Mitglieder und Gäste zum Sinnesfreuden-Abend 2008 in die Herbst-Winter-Veranstaltungssaison geführt.

veröffentlicht am 12.11.2008 um 00:00 Uhr

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Das Ratskeller-Team um Thomas Rathkolb und die Schaumburger Künstlerin Vera Skamira mit Pit Witt am Piano meisterten den Hauptpart des Abends. Dabei galt es, ein ausgewogenes Menü aus ausgesuchten Zutaten zu servieren. Die Vorgabe des Kulturrings mit Anneliese von Meien in der Gastgeberrolle: Nicht allzu schwere Kost für einen beschwingten Abend unter Freunden, der genügend Raum für unterhaltsame Tischgespräche lässt. Als Hauptzutaten für ihre musikalischen "Zwischengänge" hatten Vera Skamira und ihr Begleiter tief in die Zeit der großen UFA-Filme der 1930er und 1940er Jahre zurückgegriffen. "Der Wind hat mir ein Lied erzählt" von Lothar Brühne aus dem Film Habanera in Verbindung mit weißem Chardonnay oder wahlweise rotem Burgunder zum Gruß aus der Küche eröffneten den Abend. Nach jeweils drei Stücken zogen sich die Chanteuse und der Pianist diskret zurück, um die Sinnesfreuden-Gäste dem nächsten Gang und ihrer Tischkonversation zu überlassen. Dass "Rahmsuppe von der Petersilienwurzel" oder "Zanderfilet auf der Haut gebraten" gut mit den Evergreens von Zarah Leander und Edith Piaf harmonieren, war unschwer herauszuschmecken. Und ließ sich nicht auch die Mahnung "nur nicht aus Liebe weinen" von Edith Piaf gut auf die Freuden einer "gefüllten Perlhuhnbrust mit Rieslingsoße und Leipziger Allerlei" übertragen? Mit einem gutem Gefühl für einen passend abgestimmtem Zeittakt wirkten die Künstler an Mikrophon und Piano zusammen mit denen an Kochtopf und Serviertablett. So blieb es bis zum Dessert mit "Mousse von heimischen Nüssen mit Beerenragout", das den Trennungsschmerz aus dem Lied vom Mädchen und seinem Matrosen überwinden half. Dass die Gäste ihre Rechnung bereits lange vor dem ersten Glas Chardonnay und vor dem Auftragen des ersten Ganges beglichen hatten, dürfte dem ungetrübten Genuss nur förderlich gewesen sein angesichts von 45 Euro "all inclusive".

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